Roffhausen

Lebensmittelfabrik für 300 Millionen Euro

Wolfgang Trumpf
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Von Wolfgang Trumpf
| 12.10.2012 15:00 Uhr | 3 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Bis zu 350 Arbeitsplätze sollen entstehen. Täglich werden rund 1000 Tonnen Back- und Teigwaren produziert. Im kommenden Frühjahr starten die Bauarbeiten. Anfang 2015 soll die Produktion beginnen.

Roffhausen - Eine der größten Investitionen im interkommunalen Gewerbegebiete Jade-Weser-Park ist einen Schritt weiter gekommen: Am Donnerstag hat der Investor IGFP (Industrial Group for Food) den Bauantrag für eine moderne Lebensmittelfabrik abgegeben. Das Investitionsvolumen wurde auf rund 300 Millionen Euro beziffert. Es sollen bis zu 350 Arbeitsplätze in dem Produktionswerk für Grundnahrungsmittel wie Back-, Brot- und Teigwaren entstehen. Täglich würden rund 1000 Tonnen produziert, hieß es. Wegen des Investitionsvolumens und der Arbeitsplätze könne mit Fördermitteln gerechnet werden. Ort der Antrags-Übergabe war das Rathaus der Stadt Schortens, in dem Bürgermeister Gerhard Böhling Vertreter des Investors, der Nachbarkommunen und interessierte Italiener begrüßen konnte. Letztere waren dabei, weil das Unternehmen IGFP momentan in Ferrara ein sehr ähnliches Werk wie in Roffhausen errichten will.

„Das Investitionsvorhaben zeigt, dass wir mit unserem gemeinsamen Angebot des Jade-Weser-Parks die richtigen Weichen gestellt haben“, sagte der Schortenser Bürgermeister Gerhard Böhling im Beisein des Wittmunder Bürgermeisters Rolf Claußen. Ursprünglich habe das Werk im Landkreis Wittmund errichtet werden sollen, aber man habe keine geeigneten Flächen gefunden. Mitglieder im Zweckverband Jade-Weser-Park sind die Städte Jever, Schortens, Varel und Wittmund, die Gemeinden Bockhorn, Friedeburg, Sande, Wangerland und Zetel, die Landkreise Friesland und Wittmund sowie die kreisfreie Stadt Wilhelmshaven. IGFP-Vorstand Christian F. Krämer sprach von einem „spannenden Projekt“ des 2012 gegründeten Unternehmens. Im kommenden Frühjahr werde es auf dem Gelände des Technologie-CentrumsNordwest Büroräume eröffnen, um für Bewerber Ansprechpartner vor Ort zu haben. Zu gegebener Zeit werden man wissen, welche Leute gebraucht würden und welche Qualifikationen mitgebracht werden müssten.

Frieslands Landrat Sven Ambrosy erklärte dazu, man habe bereits mit den den Job-Centern in Friesland, Wittmund und Wilhelmshaven Kontakt aufgenommen. Das bis zu 40 Meter hohe Produktionswerk wird auf einer Fläche von 13 Hektar nach modernsten bauphysikalischen Erkenntnissen errichtet, es wird mit Photovoltaik, Blockheizkraftwerk, Biogasnutzung und Wärmerückgewinnung ausgestattet. Den Löwenanteil des Energiebedarfs werde das eigene Blockheizkraftwerk abdecken. Besonderer Clou des Projekts: In einer Höhe von gut 25 Metern wird ein öffentliches Panoramarestaurant geplant, von dem man bei gutem Wetter eine fantastische Aussicht haben dürfte. Generalunternehmer für die Fabrik ist ein Italienisches Unternehmen, die Planung übernimmt die Schweizer Enumplan. Es werde davon ausgegangen, dass sich mehrere Subunternehmer aus der Region an dem großen Bauvorhaben beteiligen.

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