Aurich
28 neue Stolpersteine für die Auricher Innenstadt
Weitere Gedenktafeln für jüdische Opfer des Nationalsozialismus werden am Donnerstag verlegt. Mit dabei ist auch der Stein für Hugo Samson, Vater des um sein Erbe kämpfenden Berliners Joram Samson, sowie für drei weitere Mitglieder der Familie.
Aurich - Am Donnerstag werden in der Stadt Aurich 28 neue Stolperstein verlegt. Die Gedenksteine für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus werden vor den ehemaligen Wohnhäusern der Verstorbenen ins Pflaster eingebettet. Im Langen Kamp, in der Leerer Landstraße, der Norderstraße sowie der Nürnburger Straße verlegt der Künstler Gunter Demnig mit Unterstützung durch Schüler der Berufsfachschulkasse Bau der Berufsbildenden Schulen Aurich die Stolpersteine. Es ist die fünfte Aktion dieser Art in Aurich. Treffen ist am Donnerstag um 14.45 Uhr vor dem Auricher Rathaus. Das Ende der Veranstaltung ist gegen 17.45 Uhr. Musikalisch wird sie von Wolfgang Neiweiser begleitet, der auch schon bei vorangegangenen Verlegungen für das Begleitprogramm sorgte.
Laut den Veranstaltern liegt die Zahl der jüdischen Opfer des Nazizeit bei über 300 Personen. Daher werde die Aktion noch einige Zeit mit der Recherche der Lebensdaten dieser Menschen und der Stolperstein-Verlegung zu tun haben.
Zu den Opfern gehört auch der am 22. Januar 1914 geborene Hugo Samson. Er ist der Vater des Berliners Joram Samson, der um die ehemaligen Häuser seiner jüdischen Familie in Aurich kämpft. Die Häuser wurden in der Zeit des Dritten Reichs enteignet. Mittlerweile kümmere sich eine Behörde in Bonn um die Angelegenheit, sagte Joram Samson am Montag der OZ. Der Stolperstein für seinen Vater und drei weitere Mitglieder seiner Familie werden ab 17.20 Uhr in der Nürnburger Straße 24 verlegt.