Wiesmoor

Vor 20 Jahren entging Wiesmoor haarscharf einem Inferno

Tatjana Gettkowski
|
Von Tatjana Gettkowski
| 13.01.2009 09:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Artikel teilen:

Am 13. Januar 1989 stürzte ein britischer Tornado wenige hundert Meter von der Grundschule Hinrichsfehn entfernt auf ein freies Feld. Die Besatzung kam ums Leben.

Wiesmoor - Freitag, der 13. Januar 1989, ein Unglückstag ­ nicht nur für Abergläubische. Über dem Nordgeorgsfehnkanal in Wiesmoor stoßen ein Alpha-Jet der Luftwaffe und ein britischer Tornado der Royal Airforce zusammen. Der britische Pilot und sein Waffenoffizier kommen ums Leben, der deutsche Pilot Hermann Späth wird verletzt. Die Wiesmoorer jedoch haben an diesem Tag unglaublich viel Glück, niemandem geschieht etwas. Sie entgehen haarscharf einem Inferno. Der Tornado stürzt nur wenige hundert Meter von Wohnhäusern und der Grundschule Hinrichsfehn entfernt auf ein freies Feld. Der Alpha-Jet zerschellt auf einer Wiese in Mullberg. Wie es zu dem Zusammenstoß kam, ist bis heute ungeklärt Bei Sonnenschein und blauem Himmel ist eine Formation des Jagdbombergeschwaders 43 Oldenburg auf einem Übungsflug in Richtung Wittmund unterwegs. Die Militärjets tösen in einer Höhe von 150 Metern mit einer geschätzten Fluggeschwindigkeit von 700 Stundenkilometern über den Kanal, als ein britischer Tornado ihre Bahn kreuzt und mit einem der Alpha-Jets zusammenprallt. Der deutsche Pilot katapultiert sich geistesgegenwärtig mit dem Schleudersitz aus dem taumelnden Flugzeug. Die britischen Soldaten überleben das Unglück nicht. Wieso der Jet ausrechnet zu dem Zeitpunkt in Wiesmoor unterwegs ist und wie es zu dem Zusammenstoß kommt, wird nie ganz geklärt.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Dienstag, 13. Januar, in der Ostfriesen-Zeitung.
Ähnliche Artikel