Moordorf

In Moordorf müssen wohl Häuser weichen

Stephan Schmidt
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Von Stephan Schmidt
| 24.04.2013 07:30 Uhr | 11 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Für den Ausbau der Bahnstrecke Aurich-Emden wird Platz benötigt. Bürgermeister Süßen hofft, dass die Grundstücksverhandlungen gütlich enden. Ab 2016 soll stündlich ein Zug durch den Ort rollen.

Moordorf - Im Stundentakt mit dem Zug von Aurich nach Emden – das soll ab 2016 wieder möglich sein. Der Ausbau der Bahnstrecke ist ein Mammutprojekt für die nächsten Jahre. Mittendrin: die Gemeinde Südbrookmerland. Besonders Moordorf wird betroffen sein. „Wir bekommen sicher die meisten Probleme, was die Anlieger angeht“, sagte Bürgermeister Friedrich Süßen am Dienstag auf Nachfrage der OZ.

Die Bahnlinie wird auf sieben Meter verbreitert. Größere Schwenks sind erforderlich. Obwohl die Pläne noch nicht im Detail bekannt sind, scheint schon eines klar zu sein: An einigen Stellen fehlt der Platz. „Zwei oder drei Häuser können sicherlich nicht stehenbleiben“, sagte Süßen.

Anzahl der Bahnübergänge soll verringert werden

Bei einem Abriss müssen die Eigentümer entschädigt werden. Zudem sind laut Berend Voss, Geschäftsführer der Eisenbahninfrastrukturgesellschaft Aurich-Emden (EAE), Zukäufe von Grundstücken nötig. Süßen hofft, dass sich Käufer und Eigentümer gütlich einigen. Die Voraussetzung: „Jeder sollte bei den Preisvorstellungen maßhalten.“ Es gebe für alles eine Obergrenze.

In Moordorf wird viel gebaut werden müssen. So soll nach Angaben von EAE-Geschäftsführer Voss die Zahl der Bahnübergänge von zurzeit 20 auf fünf verringert werden. Im Ort gibt es mehrere Übergänge nur für ein einzelnes Grundstück. Neue Zufahrtswege müssen geschaffen werden.

Von größeren Widerständen gegen den Ausbau der Bahnstrecke habe er noch nichts gehört, sagte Süßen. Der Bürgermeister betonte, dass der Ausbau auch Vorteile für die Anwohner bringen werde. „Die Züge werden mit 50 Stundenkilometern durch den Ort gleiten, nicht rasen“, sagte er. Die Bahn könne künftig aufs Pfeifen als Alarmsignal verzichten, da alle Übergänge beschrankt werden. Zudem werde der Schallschutz deutlich verbessert.

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