Aurich

Enercon weitet Geschäft auf der Schiene aus

Stephan Schmidt
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Von Stephan Schmidt
| 14.09.2013 13:00 Uhr | 5 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Die Eisenbahngesellschaft Ostfriesland-Oldenburg, eine Tochterfirma des Unternehmens, schafft für Gütertransporte von Fremdfirmen neue Bahnverbindungen. Vier Umschlagplätze in ganz Deutschland werden unterhalten. Jetzt sollen unter anderem der Jade-Weser-Port, der Duisburger Hafen und der Kölner Raum angeschlossen werden.

Aurich - Als Windkraftanlagenhersteller hat sich Enercon aus Aurich einen Weltruf erarbeitet. Jetzt will das Unternehmen auch in der Transportbranche wachsen – auf der Schiene. Die Eisenbahngesellschaft Ostfriesland-Oldenburg (EGOO), eine Tochterfirma von Enercon, will verstärkt nicht nur für Enercon und seine Zulieferer transportieren, sondern auch im Auftrag von Fremdfirmen. „Wir sehen darin erhebliche Marktchancen“, sagte EGOO-Prokuristin Ursula Vogt am Freitag. Bisher liegt der Anteil der sogenannten Drittverkehre bei 15 Prozent. Diese Zahl soll erheblich gesteigert werden.

So funktioniert das Angebot: Die Güterwagen werden zu einem der vier über ganz Deutschland verteilten Knotenpunkte gebracht und dort an die Züge gekoppelt. Die Güterbahnhöfe sind in Aurich/Emden, Magdeburg, Lippstadt und Ludwigshafen. Den Zubringer- und Verteilerverkehr dorthin übernehmen im Auftrag der EGOO Regionalbahnen und Speditionen. Bereits seit dem vergangenen Jahr bietet das Auricher Unternehmen den Gütertransport für Fremdfirmen auf der Schiene an. Doch bisher sei dieses Segment eher zurückhaltend angepriesen worden, sagte Vogt. Das werde sich ändern. Das Angebot solle künftig offensiv vermarktet werden – aber nur in Deutschland, da es nur fürs Inland eine Zulassung gebe.

Ans Streckennetz ist jetzt der Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven angeschlossen worden. Einmal pro Woche soll der Tiefwasserhafen mit dem Zug angesteuert werden. Kommt der Umschlag in Fahrt, soll dieses Angebot erweitert werden. Ebenfalls neu ist die Anbindung an Bochum und Warstein (Nordrhein-Westfalen). Vorbereitet wird die Verknüpfung des Kölner Raums und des Duisburger Hafens, Europas wohl größtem Binnenhafen. Auch eine Verbindung in Richtung Berlin und Sachsen-Anhalt wird vorbereitet.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Sonnabend, 14. September, in der Ostfriesen-Zeitung.

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