Wiesmoor
Stromleitung über Haus in Wiesmoor gerissen
Eine Leitung aus der 110-Kilovolt-Trasse stürzte auf Spielgeräte im Garten einer jungen Familie. Der Grund für den Unfall ist noch unklar. Der geplante Ausbau der Strecke ist umstritten, Anwohner fordern eine Verlegung unter die Erde.
Wiesmoor - Über einem Wohnhaus in Wiesmoor ist am späten Donnerstagvormittag eine Hochspannungsleitung gerissen und auf Spielgeräte im Garten einer jungen Familie gestürzt. Verletzt wurde niemand. Das war großes Glück, denn in dem Garten am Birkhahnweg spielen regelmäßig zwei Kinder, drei und fünf Jahre alt. Sie waren wegen des schlechten Wetters allerdings im Haus. Wie es zu dem Unfall kam, ist noch unklar.
Die 110-Kilovolt-Leitung führt von Conneforde (Landkreis Ammerland) nach Wiesmoor. Betreiber ist die Eon Netz GmbH. Wie die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) auf ihrer Internetseite mitteilt, soll die Leitung ausgebaut werden. Einen Planfeststellungsbeschluss dafür gibt es seit September vergangenen Jahres. Gegen Ausbau hatte es im Zuge des Planfeststellungsverfahrens laut NLStBV 25 Einwände gegeben, darunter 15 von Privatpersonen, eine davon mit 120 Unterschriften. Haupteinwand sei die Besorgnis vor negativen Auswirkungen der Freileitung auf die Gesundheit der Anwohner, so die Behörde. Die Anwohner fordern die Verlegung der Freileitung unter die Erde. Dafür hatten sie vor fast genau einem Jahr vor einem Anhörungstermin im Wiesmoorer Rathaus sogar demonstriert.
Gegen den Planfeststellungsbeschluss läuft eine Klage der Stadt Wiesmoor, die die gleichen Argumente ins Feld führt, wie die Anwohner. Daher wird zurzeit an der Trasse noch nicht gearbeitet.
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