Wittmund
87 Räume sind für KGS Wittmund geplant
Der A-Trakt hat weniger Schaden genommen und ist fast wieder hergestellt. Nach den Osterferien sollen die ersten Schüler aus den Containern zurück in das Gebäude ziehen können. Für die weiteren Neubauten wurde der genaue Platzbedarf der Schule ermittelt. Im kommenden Jahr könnten die Bauarbeiten beginnen.
Wittmund - Den 5. Juli 2013 habe er lange nicht aus seinem Gedächtnis löschen können, sagte der Erste Landrat Hans Hinrichs auf einer Schulausschussitzung des Landkreises Wittmund. An diesem Tag brannte die Kooperative Gesamtschule (KGS) an Wittmund ab. Große Teile des Gebäudes wurden dabei zerstört, etliche Schüler haben seit den Sommerferien Unterricht in Containern. Nun gibt es erste Pläne für den Wiederaufbau. „Der Schock saß tief“, sagt Hinrichs. „Und doch musten wir nach vorne schauen. Die KGS wird uns noch lange beschäftigen.“
Die Arbeiten im A-Trakt der Schule sind fast abgeschlossen. Dieser Teil der Schule ist nicht so stark beschädigt worden, die meisten im Innenbereich sind erledigt. Nach den Osterferien sollen die ersten Schüler das Containerdorf hinter der Schule verlassen und zurück in das alte Gebäude ziehen. Für die abgebrannten Trakte B, C und D hatte der Landkreis externe Fachleute beauftragt. Sie sollten klären, wie viele Räumen es die Schule in Zukunft benötigen wird. Fest steht: In Wittmund wird es auf lange Sicht weniger Schüler geben als heute. Renate Janßen vom Schuldezernat sagte, man rechne in zehn Jahren mit rund 1200 Schülern. Aktuell sind es 1600. Doch die Geburten gingen in den vergangenen zehn Jahren um fast 30 Prozent zurück.
Insgesamt werde die Schule nun achtzügig geplant, so Janßen weiter: eine zweizügige Hauptschule, eine dreizügige Realschule und ein dreizügiges Gymnasium. Rein rechnerisch hätten sich nur ein Hauptschulzweig ergeben, sagte Janßen. Aber man mehr Klassen einrichten, damit man Inklusionsschülern gerecht werden könne. Die Schulbehörde plant, die KGS mit 63 allgemeinen Unterrichtsräumen auszustatten, dazu kommen 22 Fachräume. Rein rechnerisch liege man bei den Naturwissenschaften bei acht Räumen; die Schule solle auf eigenen Wunsch aber zehn erhalten. Ähnlich erhält die Schule einen dritten Kunstraum, der über den rechnerischen Bedarf hinausgeht, außerdem drei Küchen, drei Technikräume, drei für Musik und zwei für EDV, erläuterte Renate Janßen.. Schulleiter Uwe Brauns bezeichnete die Lösung als „vernünftigen Kompromiss“. Landrat Matthias Köring sagte, dies seien erste Schritte. 2015 könnten die ersten Bauarbeiten beginnen, so dass die KGS 2017 fertiggestellt sein könnte.