Wittmund

Friedeburg

Giftige Dämpfe in Friedeburg ausgetreten

Der freigesetzte Wirkstoff Glutaraldehyd greift die Atemwege an. Die Feuerwehrleute betraten den Unfallort nur mit Schutzanzügen. Bild: Oltmanns

Von Imke Oltmanns und Marion Luppen

Im Industriegebiet Friedeburg ist es am Mittwochmittag zu einem Unfall gekommen. Ein halber Liter Desinfektionsmittel lief aus und setzte giftige Dämpfe frei. Neun Mitarbeiter wurden notärztlich behandelt.

In Industriegebiet in Friedeburg ist es am Mittwoch zu einem Zwischenfall gekommen. Bild: Oltmanns
Friedeburg - Im Friedeburger Gewerbegebiet sind am Mittwoch bei einem Unfall mit einem Desinfektionsmittel zehn Menschen leicht verletzt worden. Neun seien nach der ersten notärztlichen Versorgung in umliegende Krankenhäuser gebracht worden, teilte der Landkreis Wittmund weiter mit. Demnach enthielt das Desinfektionsmittel den Wirkstoff Glutaraldehyd. Der ist giftig für die Atemwege.

In einem Betrieb für medizinische Produkte sei am späten Vormittag etwa ein halber Liter der ätzenden Flüssigkeit aus noch unbekanntem Grund ausgelaufen, hieß es weiter. Die Mitarbeiter hätten die frei gewordenen Dämpfe eingeatmet und anschließend über Atembeschwerden geklagt. Nach Angaben der Feuerwehr waren knapp 100 Einsatzkräfte vor Ort, darunter auch der Gefahrgutzug des Landkreises. Nachdem die ersten Helfer mit Schutzanzügen in das Betriebsgebäude eingedrungen waren, stellte sich laut Feuerwehr die Lage so dar: Das Desinfektionsmittel war aus einer Maschine ausgelaufen und hatte sich in einer Wanne dahinter gesammelt. Die Maschine habe zerlegt werden müssen, um an die Wanne heranzukommen. Ein Vorgang, der laut Feuerwehrsprecher mehrere Stunden dauert, denn die Helfer dürften nur in speziellen Chemikalien-Schutzanzügen hinein und dort arbeiten.

Nach etwa fünf Stunden war der Einsatz beendet. Das Desinfektionsmittel wurde nach Angaben der Feuerwehr anschließend von einem Unternehmen für Umwelttechnik fachgerecht abtransportier und entsorgt.

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