Wittmund

Ostfriesland

Sturm verlief in Ostfriesland bisher glimpflich

An der Küste, hier ein Bild aus Bensersiel, soll der Wind besonders kräftig wehen. Bild: Ortgies

Das Sturmtief „Burglind“ zieht am Mittwoch über Ostfriesland hinweg. Bis in die Abendstunden muss an der Küste mit orkanartigen Böen gerechnet werden. Laut Leitstelle hält sich die Zahl der Einsätz in Grenzen.

Ostfriesland - Tief „Burglind“ hat in Ostfriesland bis zum späten Mittwochnachmittag deutlich weniger Auswirkungen gehabt als seine jüngsten Vorgänger: 28 Sturmeinsätze zählte die Regionalleitstelle Ostfriesland mit Sitz in Wittmund am Mittwoch bis 17 Uhr. Zum Vergleich: Sturmtief „Xavier“ hatte im vergangenen Oktober in den Kreisen Wittmund, Aurich und Leer mehr als 300 Feuerwehr-Einsätze nötig gemacht. „Es ist nicht so schlimm wie wir angenommen hatten“, erklärte Marco Oldenettel, von der Leistelle.

Der Lastwagen prallte gegen einen Baum. Bild: Mühring
Die meisten Einsätze habe es in den Kreisen Leer und Aurich gegeben. Dort seien einige Bäume umgestürzt, so Oldenettel. Da sie um diese Jahreszeit aber kein Laub mehr trügen, sei das Problem nicht so groß. Das Sturmtief habe stattdessen mehr Schäden an Dächern angerichtet. Auch Baugerüste, wie an der Groninger Straße in Leer, wurden umgeweht.

Unwetterwarnung gilt bis 22 Uhr

Auf der Wittmunder Straße im Wiesmoorer Ortsteil Marcardsmoor wurde gegen 14.30 Uhr ein Tanklastwagen von einer Sturmböe erfasst. Er geriet auf den Grünstreifen und prallte gegen einen Baum. Dabei wurde die Frontscheibe des Lasters eingedrückt. Der 35-jährige Fahrer aus dem Landkreis Wittmund wurde leicht verletzt. Der Tanker war leer. Während der Bergung war die Straße voll gesperrt.

Der Deutsche Wetterdienst hat eine Unwetterwarnung für die nördlichen Gebiete der Kreise Aurich und Wittmund, die Stadt Emden und die Inseln herausgegeben. Danach kann es am Mittwoch noch bis 22 Uhr auf den Inseln und an der Küste zu orkanartigen Böen der Stärke 11 kommen, das entspricht 115 Kilometern pro Stunde.

Im Binnenland können Windgeschwindigkeiten von bis zu 85 Stundenkilometern (Stärke 9) erreicht werden, in Schauernähe bis zu 95 km/h (Stärke 10). Grund sind laut Wetterdienst die Ausläufer eines Tiefs südwestlich von Island. Nach Angaben des Wetterdienstes kann es noch bis Donnerstagmorgen zu starken bis stürmischen Böen kommen. Mit einer Sturmflut sei nach Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie derzeit nicht zu rechnen.

Der Sturm hat auch Auswirkungen auf den Fährverkehr. So fielen einige Verbindungen zwischen Wangerooge und Harlesiel aus.

Die Reederei AG Ems hat ebenfalls reagiert und den Fährverkehr von und nach Borkum eingestellt.

Zwischen Neuharlingersiel und Spiekeroog entfielen die eigentlich für 13.30 Uhr (ab Neuharlingersiel) und 14.45 Uhr (ab Spiekeroog) geplanten Fahrten.

Auch bei den Fahrten nach Norderney und Langeoog gibt es Ausfälle.

Der Kollege Tim Leuchters von ostfriesen.tv hat sich am frühen Mittwochnachmittag aus Bensersiel gemeldet.

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