Großefehn

Hühnerstall kommt nicht nach Wrisse

Bernd-Volker Brahms
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Von Bernd-Volker Brahms
| 18.05.2011 10:00 Uhr | 6 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Der Investor zieht seine Pläne zurück und möchte die Großanlage an anderer Stelle bauen. Die Bürgerinitiative gegen das Vorhaben zeigte sich erfreut über die Entwicklung. Die Verwaltung in Großefehn lobte, dass die Auseinandersetzung in den vergangenen Monaten stets fair geblieben sei.

Großefehn - Es wird nun doch kein Großhühnerstall für 85 000 Legehennen nach Wrisse kommen. Investor Elfried Rieken zieht sein Vorhaben zurück, wie er am Dienstag in einem Pressegespräch im Rathaus in Großefehn erläuterte. "Ich werde das Projekt an einem anderen Ort außerhalb von Großefehn umsetzen", sagte Rieken. Wo genau dies sein wird, wollte er nicht sagen. Allerdings gab er zu, dass ihn der massive Protest in Wrisse beeindruckt und letztlich zu einem Alternativstandort bewogen hat. "Ich denke, dass ich woanders die Anlage schneller bauen kann", so Rieken. In Wrisse müsse er durch verschiedene Gutachten mit einer für ihn zu langen Wartezeit rechnen. "Ich möchte es aber kurzfristig umsetzen, das geht anderswo schneller", so Rieken.



Wolfgang Dirksen, Vorsitzender der Bürgerinitiative (BI) gegen den Hühnerstall in Wrisse, zeigte sich erfreut vom Rückzug des Investors aus dem 200 Einwohner großen Ort. Er sei von der Entwicklung überrascht und erst am Montag in Kenntnis gesetzt worden. Die BI müsse sich jetzt überlegen, ob sie noch in irgendeiner Weise aktiv bleibt. "Es werden ja auch noch weitere Hühnerställe im Ort geplant." Ortsbürgermeister Thorsten Buß betonte allerdings, dass man von vornherein sich gegen einen Industrie-Hühnerstall ausgesprochen hätte. "Es geht nicht um landwirtschaftliche Betriebe", so Buß.



BI-Chef Dirksen und Investor Rieken schüttelten sich am Dienstag vor dem Rathaus in Ostgroßefehn demonstrativ die Hände. "Es hat stets eine faire Auseinandersetzung in der Sache geben", sagte Bauamtsleiter Erwin Adams.



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