Pilsum/Emden

Wenn der Caravan zur Umkleidekabine wird

Til Bettenstaedt
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Von Til Bettenstaedt
| 09.09.2011 05:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Teilnehmer des Projektes "Lauf-Kul-Tour" passierten auf Weg um Deutschland am Donnerstag Ostfriesland. Dabei legen zwölf Studenten in 16 Tagen rund 4000 Kilometer zurück.

Pilsum/Emden - Mit müden Augen bittet Paul Walther in das Wohnmobil, das an der Kirche in Pilsum parkt. "Hier drin sieht es im Moment etwas wüst aus", sagt der 22 Jahre alte Informatik-Student fast entschuldigend. Und tatsächlich gleicht der Caravan eher einer Umkleidekabine. Da hängen Lauf-Shirts und Socken an provisorisch aufgespannten Wäscheleinen, stehen etliche Paar Schuhe in der Ecke, liegen Handtücher auf der Sitzbank. Grund für das "Chaos" ist eine enorme sportliche Herausforderung, auf die sich Paul Walther und elf seiner Kommilitonen der Technischen Universität (TU) Chemnitz eingelassen haben: der "Lauf-Kul-Tour". Dabei gilt es innerhalb von 16 Tagen im Wechsel rund 4000 Kilometer zurückzulegen, um ganz Deutschland zu umrunden.



"Wir sind in drei Vierergruppen aufgeteilt. Unser Quartett läuft immer von 10 bis 12 Uhr und von 22 bis 2 Uhr", erklärt Theresa Rietzschel, die wie Paul Walther gerade pausieren darf. Zweimal am Tag für jeweils eine Stunde joggen die Studenten also abwechselnd durchs Land. Und das nicht nur aus sportlichem Ehrgeiz, sondern zudem für einen guten Zweck. Denn die Aktion soll auf die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke aufmerksam (DGM) machen. "Leider wissen noch viel zu wenige Menschen etwas über die vielen verschiedenen Muskelkrankheiten", sagt Walter.



Als er und die weiteren "Kul-Tour"-Läufer am Donnerstag Ostfriesland passierten, hatte jeder Einzelne bereits 140 Kilometer in den Beinen. "Wir sind schon ziemlich müde", berichtet Theresa Rietzschel", "deswegen ruhen wir uns in den Pausen auch meistens nur aus."



Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Freitag, 9. September, in der Ostfriesen-Zeitung.
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