Aurich
Aurich
09.01.2012
Prozess um Untreue wird neu aufgerollt
Aurich - Der Prozess um veruntreute Spendengelder des Auricher Vereins "Menschen in Not" wird neu aufgerollt. Am Montag um 9 Uhr wird der Fall, bei dem es um 142-fachen Betrug geht, vor der Kleinen Strafkammer des Landgerichts Aurich verhandelt. Das Amtsgericht Aurich hatte den 46 Jahre alten Geschäftsführer im Mai 2010 zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.
Der Angeklagte soll Spendengelder dazu benutzt haben, sein Leben zu finanzieren. Unter anderem bezahlte er davon nach Ansicht des Amtsgerichts Miete, Nebenkosten sowie die Leasingraten für ein Auto.
Das Urteil hatte Amtsrichter Ulrich Kötting seinerzeit in der Psychiatrie des Norder Krankenhauses verkündet. Dort hatte sich der Angeklagte zu Prozessbeginn einweisen lassen. Um zu verhindern, dass der Mann aus der Klinik türmt, hatte der Richter zusätzlich zwei Polizeibeamte ins Krankenhaus gerufen. Der Auricher ist bereits wegen Drogensitzes und Betrugs beim Arbeitslosengeld vorbestraft.
"Den Spendern wurde vorgegaukelt, dass mit dem Geld Menschen in der Dritten Welt geholfen wird"
Erster Vorsitzender des Vereins "Menschen in Not", der 1994 gegründet wurde, war zunächst der Angeklagte, später seine Mutter. Er selbst wurde 1996 Geschäftsführer und bekam von seiner Mutter eine Generalvollmacht. Wie Kötting feststellte, seien die Geldspenden von Drückerkolonnen eingetrieben worden. Die Namen dieser sogenannten Fördermitglieder seien dem Verein nicht bekannt gewesen. Mitgliederversammlungen habe es auch nicht gegeben.
50 Prozent der Einnahmen habe die Firma, die die Drückerkolonnen losschickte, für sich behalten, weitere 15 Prozent für die Verwaltung abgezogen. "Den Spendern wurde vorgegaukelt, dass mit dem Geld Menschen in der Dritten Welt geholfen wird", erklärte der Richter.
Hauptzweck des Vereins sei aber gewesen, sich selbst zu unterstützen. Auch seiner Mutter hatte der Angeklagte immer wieder Geld überwiesen, seinem Vater ein zinsloses Darlehen gewährt. "Menschen in Not" hatte auch mehrfach Auricher Institutionen wie den Kinderschutzbund mit Geld unterstützt.
Der Angeklagte soll Spendengelder dazu benutzt haben, sein Leben zu finanzieren. Unter anderem bezahlte er davon nach Ansicht des Amtsgerichts Miete, Nebenkosten sowie die Leasingraten für ein Auto.
Das Urteil hatte Amtsrichter Ulrich Kötting seinerzeit in der Psychiatrie des Norder Krankenhauses verkündet. Dort hatte sich der Angeklagte zu Prozessbeginn einweisen lassen. Um zu verhindern, dass der Mann aus der Klinik türmt, hatte der Richter zusätzlich zwei Polizeibeamte ins Krankenhaus gerufen. Der Auricher ist bereits wegen Drogensitzes und Betrugs beim Arbeitslosengeld vorbestraft.
"Den Spendern wurde vorgegaukelt, dass mit dem Geld Menschen in der Dritten Welt geholfen wird"
Erster Vorsitzender des Vereins "Menschen in Not", der 1994 gegründet wurde, war zunächst der Angeklagte, später seine Mutter. Er selbst wurde 1996 Geschäftsführer und bekam von seiner Mutter eine Generalvollmacht. Wie Kötting feststellte, seien die Geldspenden von Drückerkolonnen eingetrieben worden. Die Namen dieser sogenannten Fördermitglieder seien dem Verein nicht bekannt gewesen. Mitgliederversammlungen habe es auch nicht gegeben.
50 Prozent der Einnahmen habe die Firma, die die Drückerkolonnen losschickte, für sich behalten, weitere 15 Prozent für die Verwaltung abgezogen. "Den Spendern wurde vorgegaukelt, dass mit dem Geld Menschen in der Dritten Welt geholfen wird", erklärte der Richter.
Hauptzweck des Vereins sei aber gewesen, sich selbst zu unterstützen. Auch seiner Mutter hatte der Angeklagte immer wieder Geld überwiesen, seinem Vater ein zinsloses Darlehen gewährt. "Menschen in Not" hatte auch mehrfach Auricher Institutionen wie den Kinderschutzbund mit Geld unterstützt.

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