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Borkum

Borkum: Leere Chemikaliensäcke angespült

Das Dibenzoylperoxid war in Säcken verpackt – zwei leere wurden auf Borkum entdeckt. Bild: Havariekommando

Nach der Havarie der „MSC Zoe“ ist jetzt auch Gefahrgut auf Borkum gelandet: Zwei Beutel, in denen sich die Chemikalie Dibenzoylperoxid befunden hat. Im Meer ist es laut Havariekommando nicht so gefährlich wie an Land.

Borkum - Nach der Havarie der „MSC Zoe“ sind auf Borkum zum ersten Mal leere Säcke angespült worden, die die Chemikalie Dibenzoylperoxid enthalten hatten. Das teilte das Havariekommando am Dienstag mit. Zwei leere Kunststoffsäcke seien angelandet, bestätigt die Behörde.

In beiden befand sich zuvor der Gefahrstoff. In einem der über Bord gegangenen Container hatten sich 280 Pappkisten mit jeweils 25 Kilo dieses Stoffes befunden. Er ist pulverförmig, nicht wasserlöslich, war in Plastiktüten verpackt und wird unter anderem zur Herstellung von Kunststoff verwendet. „Sollte dieser Stoff ins Wasser gelangen, würde er aufgrund des spezifischen Gewichtes zu Boden sinken und dabei verdünnt werden. Es ist davon auszugehen, dass in diesem Fall – wenn überhaupt – nur sehr lokal Auswirkungen auf die Meeresumwelt zu erwarten sind“, so das Havariekommando.

Eine größere Gefährdung für die Meeresorganismen gehe von dem Stoff aus, wenn er an den Strand gelange. Eine nachhaltige Schädigung sei aufgrund der Eigenschaften des Gefahrstoffes jedoch nicht zu erwarten. Gleichwohl hatte das Havariekommando davor gewarnt, den Pappkisten mit Gefahrstoffkennzeichen und Kunststoffsäcken mit weißem Pulver näher als 50 Meter zu kommen.

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