Leer

Südgeorgsfehn

Windkraftanlage in Südgeorgsfehn in Flammen

Die Windkraftanlage brannte lichterloh. Bild: Ortgies

Von Jochen Brandt

In Südgeorgsfehn ist am Mittwochnachmittag eine Windkraftanlage in Brand geraten. Die Feuerwehr hat inzwischen Entwarnung gegeben: Nach Angaben eines Sprechers wurden keine erhöhten Schadstoffkonzentrationen in der Luft festgestellt.

Südgeorgsfehn - In der Gemeinde Uplengen ist am Mittwochnachmittag eine Windkraftanlage in Brand geraten. Es handelt sich um eine Enercon-Anlage, die im Windpark Südgeorgsfehn steht. Nach Angaben eines Sprechers lässt die Feuerwehr die Anlage kontrolliert abbrennen. Über das Warnsystem Katwarn waren die Menschen in der Samtgemeinde Jümme und in der Gemeinde Uplengen aufgefordert worden, aufgrund „massiver Rauchentwicklung“ Fenster und Türen zu schließen.

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Gegen 17.20 Uhr gab die Feuerwehr dann Entwarnung: Der Gefahrgutzug des Landkreises Leer habe keine erhöhten Schadstoffkonzentrationen in der Luft festgestellt, sagte der Sprecher. Der Westwind wehte den Rauch in Richtung Osten. Die Feuerwehrleute beobachten das Feuer weiterhin. „Es kann gut sein, dass der Einsatz erst um 22 oder 23 Uhr beendet ist“, so der Sprecher.

Rotorblätter stürzten nach unten

Eine Chance, die Flammen zu löschen, hatten die Einsatzkräfte nicht. Das Feuer lodert in knapp 100 Metern Höhe. Gegen 15.30 stürzten zwei der drei Rotorblätter zu Boden. Rund um die Anlage lagen brennende Wrackteile. „Der Boden ist feucht, da besteht derzeit keine Gefahr, dass sich der Brand ausbreitet“, sagte der Feuerwehrsprecher.

Der Alarm in der Leitstelle war gegen 14.40 Uhr eingegangen. Sowohl aus dem Landkreis Leer als auch aus der Gemeinde Apen seien Notrufe eingegangen, heißt es. Der Windpark liegt zum Teil auf Uplengener, zum Teil auf Aper Gebiet. Die Anlage, die Feuer gefangen hat, steht im Uplengener Teil.

Wrack wird am Donnerstag begutachtet

Die Feuerwehr konnte die Anlage nur kontrolliert abbrennen lassen. Bild: Ortgies
Die brennende Anlage stammt vom Auricher Hersteller Enercon. Es handelt sich um eine Maschine vom Typ E-66. Im vergangenen Oktober waren Anlagen dieses Typs im emsländischen Rhede sowie im November in Holtriem (Kreis Wittmund) in Flammen aufgegangen. Die Anlage in Südgeorgsfehn wurde nach Enercon-Angaben im Jahr 2002 aufgestellt. Die Ursache für das Feuer müsse nun ermittelt werden, sagte ein Sprecher.

Betreiber des Windparks Fehnland mit insgesamt elf Anlagen ist das Bremer Unternehmen WPD. Zu Höhe des Schadens könne man noch keine Angaben machen, sagte ein Sprecher am späten Nachmittag. Am Donnerstag sollen Fachleute des Unternehmens sowie der Versicherung das Wrack begutachten.

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Claus Garrels 17.01.2019
00:13 Uhr
Claus Garrels 17.01.2019
01:16 Uhr
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