Wirtschaft

Emden/Borkum

AG Ems baut Fähre für 17,5 Millionen Euro um

Die Borkum-Fähre MS „Münsterland“ wird umgebaut. Bild: F. Doden

Nach der MS „Ostfriesland“ wird nun auch die MS „Münsterland“ der AG Ems umgebaut und fährt künftig mit LNG-Antrieb. Den Umbau lässt sich die Reederei 17,5 Millionen Euro kosten und erhält dabei Hilfe vom Bund.

Emden - Für 17,5 Millionen Euro lässt die Reederei AG Ems aus Emden die Borkum-Fähre MS „Münsterland“ umbauen. Wie die AG Ems mitteilt, wird das Schiff bei der niederländischen Schiffswerft Koninklijke Niestern Sander BV in Delfzijl, die zur Wagenborg-Gruppe gehört, auf LNG-Technik umgebaut.

Man wolle als einer der ersten, „mit der zweiten Umrüstung innerhalb unserer Borkum-Flotte ein weiteres Zeichen für nachhaltige Umweltfreundlichkeit im deutschen Seeverkehr setzen“, wird Dr. Bernhard Brons, Vorstand der AG Ems, in einer Mitteilung zitiert. Mit der MS „Münsterland“ hat die die Reederei künftig drei Schiffe mit LNG-Antrieb.

Ausfallzeit minimiert

Während das Schiff noch im Borkumverkehr unterwegs ist, wird auf der Werft bereits das neue Achterschiff mit der neuen Flüssiggas-Technik gebaut und damit die Ausfallzeit der Borkumfähre auf ein Minimum beschränkt. Ähnlich sei man auch beim Umbau der MS „Ostfriesland“ vorgegangen, erklärt die Reederei. Der Baubeginn des neuen Achterschiffes erfolgt in Kürze.

Am 1. September 2020 soll MS „Münsterland“ dann aus der Fahrt genommen werden. Dann folgt die sogenannte „Hochzeit“ von neuem Achterschiff und vorhandenem Vorschiff. „Wir gehen von einer Indienststellung zum 28. Februar 2021 aus“, erklärt Brons. Für die neue LNG-Technik sei erstmals eine Förderung des Bundes zugesagt worden.

Größeres Sonnendeck

Das neue Achterschiff wird durch den erhöhten Platzbedarf für LNG-Brennstoff und Antriebsanlage um 15 Meter länger.

Dadurch gewinnt die Reederei Platz für gut 15 PKW-Stellplätze sowie zwei neue Salonbereiche und ein größeres Sonnendeck. Brons: „Hier wird man künftig den Anforderungen der Gäste noch besser gerecht werden können.

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