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Washington (dpa)

Trump will Medien bei Nominierungsparteitag ausschließen

Donald Trump möchte beim anstehenden Nominierungsparteitag der US-Republikaner die Medien ausschließen. Foto: Patrick Semansky/AP/dpa

Das dürfte bislang beispiellos sein in der amerikanischen Politik-Geschichte: Journalisten sollen keinen Zutritt zur anstehenden Parteiversammlung haben - wegen der Corona-Krise.

US-Präsident Donald Trump will Medienvertreter von der Parteiversammlung ausschließen, die ihn offiziell zum Kandidaten der Republikaner für die Präsidentenwahl am 3. November küren soll.

Begründung sei die Corona-Krise, berichteten die „Arkansas Democrat Gazette“, CNN und andere US-Medien unter Berufung auf Sprecher des Nominierungsparteitags am Samstagabend (Ortszeit).

Die Abstimmung soll am 24. August in Charlotte im US-Staat North Carolina erfolgen und CNN zufolge direkt im Internet übertragen werden. Trump werde in Charlotte keine offizielle Ansprache halten. Laut der „Arkansas Democrat Gazette“ wird Trump erst am 27. August in einer Rede, deren Umstände noch nicht geklärt seien, seine Nominierung annehmen.

„Angesichts der im Staat North Carolina gültigen gesundheitsbedingten Restriktionen und Beschränkungen planen wir, dass die (Parteitags-) Arbeit in Charlotte vom Freitag, 21. August, bis zum Montag, 24. August, für die Presse nicht zugänglich ist“, erklärte eine Sprecherin des Nominierungsparteitags dem Sender NBC. Zuvor war bereits wegen der Corona-Pandemie der Parteitag zwischenzeitlich nach Florida verlegt worden. Wegen der Infektionsgefahr senkten die Republikaner zudem die Anzahl der Delegierten von 2550 auf 336.

Die Demokraten, die den früheren Vizepräsidenten Joe Biden auf den Schild heben wollen, hatten ebenfalls ihre ursprünglichen Pläne umgeworfen. Zunächst war der Nominierungsparteitag in Milwaukee wegen der Corona-Pandemie um gut einen Monat verschoben worden. Dann kündigten sie an, den Kongress vom 17. bis 20. August weitgehend digital abzuhalten. Der „New York Times“ zufolge werden nun nur 300 Delegierte und Journalisten statt mehr als 50.000 erwartet. Ein Programm zum genauen Ablauf liegt noch nicht vor.

© dpa-infocom, dpa:200802-99-13130/5

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