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Berlin (dpa)

Malta und Algarve werden von Corona-Risikoliste gestrichen

Wer von Malta aus nach Deutschland einreist, muss bald nicht mehr in Quarantäne. Foto: Jonathan Borg/XinHua/dpa

Urlaub im Ausland ohne Quarantäne: Für Corona-Geimpfte und Genese ist das bald möglich. Mit sinkenden Infektionszahlen verbessern sich aber die Chancen auch für diejenigen, die noch nicht geimpft sind.

Die Bundesregierung streicht am Sonntag weitere beliebte Urlaubsgebiete im Ausland wegen stark sinkender Infektionszahlen von der Corona-Risikoliste.

Wer aus Malta oder von der portugiesische Algarve nach Deutschland einreist, muss dann nicht mehr in Quarantäne. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag auf seiner Internetseite bekannt. Für die Algarve sind die Auswirkungen aber zunächst gering, weil dort für deutsche Touristen wegen der hohen Infektionszahlen hierzulande ein Einreiseverbot gilt.

Polen wird am Sonntag vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet heruntergestuft. Damit entfällt die Corona-Testpflicht vor Einreise auf dem Landweg aus dem an Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen grenzenden Nachbarland. Es reicht dann wieder, wenn man sich bis zu 48 Stunden nach Einreise testen lässt.

Die Einstufung als Corona-Risikogebiet erfolgt, wenn die Zahl der Neuinfektionen 50 pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) in einer Woche übersteigt. Das gilt derzeit für den größten Teil Europas. Einreisende aus Risikogebieten müssen nach ihrer Ankunft in Deutschland für zehn Tage in Quarantäne, die durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzt werden kann. Ausgenommen von der Quarantäne sind mit Inkrafttreten einer neuen Verordnung in den nächsten Tagen vollständig Geimpfte und Genesene.

In Europa sind bisher nur wenige klassische Urlaubsgebiete von der Risikoliste gestrichen worden, allen voran Mallorca, aber auch die anderen Balearen-Inseln sowie die Küstenregionen Murcia und Valencia auf dem spanischen Festland. Mit Malta und der Algarve kommen am Sonntag zwei weitere hinzu. Außerdem sind ab dann Albanien, insgesamt drei Regionen in Finnland und Norwegen sowie die britischen Falkland-Inseln vor der argentinischen Küste keine Risikogebiete mehr.

In Malta dürfen deutsche Touristen einreisen, wenn sie bei Einreise einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Hotels dürfen öffnen und Touristen beherbergen. Einschränkungen in den Anlagen gibt es trotzdem: Schwimmbereiche und Spielplätze sind geschlossen. Viele Unterkünfte haben jedoch wegen Mangel an Gästen ihre Öffnung vorerst verschoben.

In Portugal sind die Einreiseregeln strenger: Nicht notwendige, touristische Reisen aus Ländern mit einer 14-Tage-Inzidenz von über 150 werden von der Regierung in Lissabon weiter nicht gestattet. Zu diesen Ländern gehört auch Deutschland, das nach jüngster Mitteilung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC einen Wert von gut 327 aufweist.

Weitere Änderungen bei den Einstufungen der Bundesregierung ab Sonntag:

- Costa Rica, Georgien, die Malediven und Nepal werden zu Hochinzidenzgebieten mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen hochgestuft. Das hat aber keine Auswirkungen für Reisenden, da für Flugreisende ohnehin die Testpflicht bei Einreise gilt. An der Quarantäne ändert sich nichts.

- Neben Polen werden Ungarn, Armenien und Montenegro vom Hochinzidenz- und Risikogebiet heruntergestuft. Für alle vier Länder ergeben sich nur bei Einreise auf dem Landweg praktische Änderungen. Dann entfällt die Testpflicht schon bei Einreise.

- Neue Risikogebiete sind Malaysia, Anguilla in der Karibik und eine Region in Norwegen. Hier gilt ab Sonntag die Quarantänepflicht bei Einreise nach Deutschland.

© dpa-infocom, dpa:210507-99-510533/2

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