Finanzen

Großefehn: Hundeleben wird um rund ein Drittel teurer

| | 17.12.2021 18:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
65 Euro Hundesteuer pro Jahr müssen Halter in Großefehn demnächst zahlen. Foto: Dietze/dpa
65 Euro Hundesteuer pro Jahr müssen Halter in Großefehn demnächst zahlen. Foto: Dietze/dpa
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Die Gemeinde Großefehn erhöht zum 1. Januar die Hundesteuer. Mit 65 Euro pro Jahr für den ersten Hund schließt sie fast zur teuren Nachbarstadt Wiesmoor auf. Das gefällt nicht jedem.

Großefehn - Das Hundeleben in Großefehn wird im neuen Jahr teurer. Die Hundesteuer steigt zum 1. Januar 2022 um rund ein Drittel. Für den ersten Hund müssen Halter künftig 65 statt 50 Euro pro Jahr zahlen, für den zweiten 120 statt 90 Euro, für jeden weiteren unverändert 160 Euro. Gefährliche Hunde schlagen mit 700 statt 600 Euro pro Jahr zu Buche.

Der Rat am Donnerstag eine Änderung der Hundesteuersatzung beschlossen. Das sei Teil des Haushaltssicherungskonzeptes, sagte Bürgermeister Erwin Adams (parteilos). Er rechne mit Mehreinnahmen von rund 30.000 Euro. Die Hundesteuer war in Großefehn zuletzt 2015 angehoben worden. Im Vergleich zu den Nachbarkommunen sei sie in der Gemeinde nicht übermäßig hoch, sagte Adams.

Das stimmt nur bedingt. Die Hundesteuer ist von Gemeinde zu Gemeinde sehr unterschiedlich. Großefehns östliche Nachbarstadt Wiesmoor beispielsweise verlangt 72 Euro für den ersten und 120 Euro für den zweiten Hund. Die westliche Nachbargemeinde Ihlow nimmt deutlich weniger: 40 Euro für den ersten und 80 Euro für den zweiten Hund. Die Stadt Aurich verlangt 57 Euro für den ersten und 69 Euro für den zweiten Hund.

„Das ist nicht in Ordnung“

Nicht alle Ratsmitglieder waren mit der Änderung einverstanden. Detlev Schoone (SPD) sagte, er habe nichts dagegen, für den zweiten, dritten oder einen gefährlichen Hund mehr Geld zu verlangen. Die Steuer für den ersten Hund jedoch dürfe nicht erhöht werden. Für „viele ältere Herrschaften, die alleine leben und nur eine geringfügige Rente bekommen“, sei ein Hund ein wichtiger Gefährte. Gerade in Zeiten der Pandemie helfe ein Haustier gegen die Einsamkeit. Diesen Menschen tue eine Erhöhung um 30 Prozent weh, sagte Schoone. „Das sollten wir nicht machen, das ist nicht in Ordnung.“ Ein Änderungsantrag sei das jedoch nicht, erklärte der Ratsvorsitzende auf Nachfrage. Er wolle nur kundtun, dass er nicht einverstanden sei. Drei der 31 Ratsmitglieder stimmten gegen die Erhöhung, vier enthielten sich.

Die Hundesteuer ist für Städte und Gemeinden eine wichtige Einnahmequelle. Im vergangenen Jahr flossen bundesweit rund 380 Millionen Euro an Hundesteuer in die öffentlichen Kassen.

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