Politik von morgen

Emder Jugendparlament soll in die zweite Runde gehen

| | 23.03.2022 09:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Bei einer ihrer Jugendparlaments-Sitzungen diskutierten die Jugendlichen über gefährliche Fahrradwege. Foto: Privat/Archiv
Bei einer ihrer Jugendparlaments-Sitzungen diskutierten die Jugendlichen über gefährliche Fahrradwege. Foto: Privat/Archiv
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Bei der Wahl zum ersten Emder Jugendparlament hatten sich nicht genug Jugendliche gemeldet. Das soll bei der kommenden Wahl anders laufen. Dafür wurde Vorarbeit geleistet.

Emden - Für Emden war es etwas ganz Neues: Obwohl sich schon seit Jahrzehnten viele dafür eingesetzt hatten, konnte erst im vergangenen Jahr ein Jugendparlament gegründet werden. Das kränkelte aber an der Mitgliederzahl. Weil sich nicht genug Jugendliche beworben hatten, musste das erste Jupa als Start-Up die politische Arbeit aufnehmen. Jetzt können sich junge Menschen zu einer neuen Wahl aufstellen lassen. Das wurde jetzt im Jugendhilfeausschuss des Emder Rates verkündet.

Kandidatinnen und Kandidaten können sich bis zum 4. April um 18 Uhr bei der Stadtverwaltung melden. Der Vordruck kann auf der Website der Stadt heruntergeladen werden. Wählbar und wahlberechtigt sind Jugendliche, die am 8. Mai 2022 mindestens zwölf und höchstens 21 Jahre alt sind und ihren Hauptwohnsitz seit mindestens drei Monaten in Emden haben. Die Wahl soll dann, wenn sich genug Jugendliche melden, vom 2. bis zum 8. Mai stattfinden. Die erste Sitzung ist für den 7. Juni angesetzt.

Das hat das erste Jugendparlament gemacht

Acht bis neun Leute hätten schon bei ihm Interesse bekundet, sagte Jannik Vogler vom jetzigen Jupa. Vorrangig über das soziale Netzwerk Instagram habe die Gruppe Werbung für die Wahl gemacht. Aber auch alle Schulen in Emden habe man angeschrieben. „Die Rückmeldung ist noch verhalten“, so der Jugendliche. Einige Schülervertretungen habe man aber erreichen können. Mit großen Plakaten an vier Standorten im Stadtgebiet wird auch bereits auf die Wahl hingewiesen.

Stadtjugendpfleger Ulf Reibe, der das Jupa betreut, bemerkte zur bisherigen Wirkung der Gruppe, dass insbesondere bei der Öffentlichkeitsarbeit viel gemacht worden sei. „Die Jugendlichen sind sehr engagiert auf der Suche nach Kandidaten“, sagte er. Auch werde das aktuelle Jupa bis zur Sommerpause sieben Mal getagt haben. Inhaltlich hatten sich die Mitglieder unter anderem mit den Themen Wärme-Isolierung der Schulgebäude, schwimmender Weihnachtsmarkt, Ausgleichsflächen, Satzungsfragen, der Rodung des Wäldchens „Janssens Tuun“ sowie mit der Rolle Emdens als Fahrradstadt beschäftigt und dazu Arbeitsgruppen gegründet. Gespräche wurden unter anderem mit dem Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos), Martje Merten als ehemaliger Innenstadt-Koordinatorin und dem Bau- und Entsorgungsbetrieb der Stadt (BEE) gesucht.

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Auch saßen Mitglieder in Sitzungen von Ratsausschüssen, um zum einen die Politik und Verwaltung zu beraten sowie zum anderen das Jupa über die Themen in den Ausschüssen zu informieren. „Das ist zeitlich schon eine sehr große Belastung“, sagte Reibe. Ausschüsse dauern auch mal mehr als zwei Stunden und finden zum Teil alle zwei Wochen statt. Das Jupa hat ein eigenes Büro in dem Jugendzentrum Alte Post. Jährlich stehen ihm 10.000 Euro zur Verfügung.