Emder Nachhaltigkeitspreis Projektarbeit zu Windstrom-Versorgung ausgezeichnet

18.05.2022 18:21 Uhr  | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das Foto zeigt (von links) Anna Gerritzen (Hochschule), Jann Gerdes (Stadt Emden), Kevin Janßen (Entwässerungsverband Emden), Prof. Dr. Sven Steinigeweg (Hochschule), die Preisträger Uwe Aden und Sören Ottjes, Jan van Dyk (Entwässerungsverband Emden), Prof. Dr. Johannes Rolink und Stadtwerke-Geschäftsführer Manfred Ackermann. Foto: privat
Das Foto zeigt (von links) Anna Gerritzen (Hochschule), Jann Gerdes (Stadt Emden), Kevin Janßen (Entwässerungsverband Emden), Prof. Dr. Sven Steinigeweg (Hochschule), die Preisträger Uwe Aden und Sören Ottjes, Jan van Dyk (Entwässerungsverband Emden), Prof. Dr. Johannes Rolink und Stadtwerke-Geschäftsführer Manfred Ackermann. Foto: privat
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Die Elektrotechnik-Studenten Uwe Aden und Sören Ottjes haben ein Modell zur nachhaltigen Entwässerung entwickelt. Dafür haben sie nun einen Preis bekommen.

Emden - Die Stadtwerke Emden haben den 2. Emder Nachhaltigkeitspreis an zwei Studierende aus der Abteilung Elektrotechnik und Informatik der Hochschule Emden/Leer vergeben. Der mit insgesamt 1000 Euro dotierte Preis ging laut einer Mitteilung der Hochschule an Uwe Aden und Sören Ottjes, die sich in einer Projektarbeit mit dem Thema „Entwässerung durch Kleinwindkraftanlagen“ befasst haben. Der Nachhaltigkeitspreis der Stadtwerke wurde erstmals im vergangenen Jahr für Studierende der Hochschule ausgeschrieben.

In ihrer Arbeit hätten Aden und Ottjes, die an der Hochschule Elektrotechnik im Praxisverbund studieren, ein hochaktuelles Thema aufgegriffen: Der durch den Klimawandel bedingte Anstieg des Meeresspiegels führe zu einem steigenden Bedarf an Pumpleistung, um die Region Ostfriesland, die zum großen Teil unterhalb des Meeresspiegels liegt, zu entwässern. „Das Sielen wird damit stetig schwieriger, daher bedarf es Konzepte, um die künftige Entwässerung möglichst nachhaltig zu gestalten“, wird der betreuende Prof. Johannes Rolink in der Mitteilung zitiert. Unterstützt wurden die Studenten in ihrer Arbeit vom Ersten Emder Entwässerungsverband. Konkretes Ziel der Projektarbeit war es, zu untersuchen, ob dezentral gelegene Schöpfwerke des Entwässerungsverbandes Emden technisch sinnvoll über vor Ort installierte Kleinwindkraftanlagen elektrisch versorgt werden können.

Wirtschaftlichkeit wurde untersucht

Dazu wurden auch die Standorte bewertet und die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens untersucht. Uwe Aden und Sören Ottjes entwickelten ein Modell, das das niederschlagsabhängige Pumpverhalten der Schöpfwerke mit dem Energieangebot des Windes koppelt und somit Antworten auf ihre ursprüngliche Frage lieferte. Auch wenn die Arbeit gezeigt habe, dass der gewählte Ansatz nicht wirtschaftlich realisierbar sei, liefere sie dennoch wichtige Erkenntnisse darüber, welche Rahmenbedingungen eine Erzeugungstechnologie erfüllen müsse, um bei Schöpfwerken eingesetzt zu werden, so Prof. Dr. Michael Schlaak vom Jury-Team. Damit bilde die Arbeit zudem eine wichtige Grundlage für das neue Forschungsprojekt 4N, das vom Land Niedersachsen gefördert wird und an dem die Hochschule Emden/Leer beteiligt ist. Hier sollen die Untersuchungen weitergeführt werden.

Die siebenköpfige Jury wählte die diesjährige Gewinner-Arbeit aus insgesamt zwölf eingereichten Arbeiten aus.