Schüleraustausch in Emden  „Fantastischer Auftakt“ für Schulpartnerschaft

Nina Harms
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Von Nina Harms
| 30.05.2022 11:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Zusammen mit dem Holocoaust-Überlebenden Albrecht Weinberg besuchte die Gruppe die Gedenkstätte Bergen-Belsen. Foto: Bruns
Zusammen mit dem Holocoaust-Überlebenden Albrecht Weinberg besuchte die Gruppe die Gedenkstätte Bergen-Belsen. Foto: Bruns
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Das Max-Windmüller-Gymnasium in Emden hatte Besuch aus Israel. Es war das erste Treffen innerhalb einer Schulpartnerschaft, die bislang nur virtuell existierte.

Emden - Es war ein „fantastischer Auftakt“. So beschreibt Kai Gembler, Lehrer am Max-Windmüller-Gymnasium in Emden den Besuch israelischer Schüler an seiner Schule. Der Besuch war der Start der Partnerschaft mit der Democratic School in Modi’in. Der Kontakt bestehe schon seit zwei Jahren.

Wegen der Pandemie hätte es allerdings bislang nur virtuelle Treffen geben können. Nun standen sich die 20 Schüler im Alter zwischen 16 und 18 Jahren zum erste Mal gegenüber und erlebten einiges miteinander.

Emotionale Besuche

In Hamburg besuchte die Gruppe die Joseph-Carlebach-Schule sowie den Joseph-Carlebach-Platz. Für Dafna Cohen sei der Ausflug besonders emotional gewesen. Die Lehrerin, die die israelische Gruppe begleitete, ist die Urenkelin von Joseph Carlebach. Dessen Tocher hatte 1938 während der NS-Zeit Deutschland verlassen, Carlebach selbst blieb – und wurde 1942 umgebracht.

Sehr bewegend sei auch der Besuch in Bergen-Belsen gewesen. Zusammen mit dem Holocaust-Überlebenden Albrecht Weinberg besichtigten die Jugendlichen die KZ-Gedenkstätte. „Es war für beide Seiten sehr emotional“, so Gembler. Besonders schön sei es allerdings gewesen zu sehen, wie sich die Schüler umeinander kümmerten und Halt gaben in dieser Situation.

Mitte Juni brechen zehn Jugendliche aus Emden zum Gegenbesuch nach Israel auf. Dort werden sie an der Veranstaltung zum Gedenken an die Ankunft der „Exodus“ vor 75 Jahren teilnehmen. Auch ein Besuche der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem steht auf dem Programm. Der Austausch ist Teil des Projekts „Keep the memory alive“ der Stiftung EVZ.

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