Stadt Emden plant Neustart  Rettungsdienst-Fusion – warum wird jetzt der Chef ausgewechselt?

Andreas Ellinger
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Von Andreas Ellinger
| 29.01.2023 17:33 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Andree Heinks wechselt von der Spitze des städtischen Rettungsdienstes in Emden in den Katastrophenschutz. Foto: Ellinger
Andree Heinks wechselt von der Spitze des städtischen Rettungsdienstes in Emden in den Katastrophenschutz. Foto: Ellinger
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In Emden müssen die Rettungsdienste von Stadt/DRK und RKSH zusammengeführt werden. Dafür sucht der Stadtverwaltungsvorstand einen neuen Betriebsleiter. Warum wird in dieser Lage ein Wechsel riskiert?

Emden - Warum will der Emder Stadtverwaltungsvorstand, dass Rettungsdienst-Betriebsleiter Andree Heinks zum Fachdienst für Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz wechselt – just in einer Situation, in der die beiden Emder Rettungsdienste unter dem Dach der Stadtverwaltung zusammengeführt werden sollen?

Gerade dieser Zeitpunkt sei „eine gute Gelegenheit, einen Neustart zu machen“, sagte Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) am Freitag in einem Pressegespräch. Und Heinks sei „sehr wichtig für den Bereich der kritischen Infrastruktur“. Durch die Änderung des Katastrophenschutzgesetzes würden die Kommunen „deutlich mehr in die Verantwortung“ genommen: „Es geht um die Überarbeitung von Notfallplänen“, so Kruithoff – und „darum, kritische Infrastruktur zu schützen“.

Rettungsdienst-Chef bewährte sich im Katastrophenschutzstab

Andree Heinks fungierte seit dem Jahr 2013 als Betriebsleiter des städtischen Rettungsdienstes. Gleichzeitig sei er „ein sehr wertvoller Bestandteil unseres Katastrophenschutzstabes“, sagte der Oberbürgermeister. In dessen Leitung habe er sich während der Pandemie „nochmal bewährt“.

Dass durch den Personalwechsel Startschwierigkeiten beim vereinigten Rettungsdienst entstehen könnten, glaubt Kruithoff nicht. „Wir sind allerbester Dinge, dass wenn wir jetzt die Leitung des Rettungsdienstes ausschreiben, dass wir dort auch eine geeignete Persönlichkeit finden.“

Heinks betonte, dass er ja auch nicht aus der Welt sei, im Rettungsdienst einen Stellvertreter habe und obendrein der Zeitpunkt für seinen Wechsel noch nicht feststehe. Stadtrat Volker Grendel deutete an, dass es beim Übergang eine gewisse Flexibilität gibt, da „erst in den nächsten Monaten“ mit einem Aufgabenzuwachs im Katastrophenschutz zu rechnen sei. Heinks: „Das kriegen wir schon irgendwie hin.“

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