Wien 500-Euro-Gemälde bei „Bares für Rares“ stellt sich als Kunstschatz heraus
In der Show „Bares für Rares“ noch bemängelt und für 500 Euro verjubelt, erzielte ein Gemälde des deutschen Malers Ferdinand von Rayski in einer Auktion ein Vielfaches vom Sendungspreis.
In dem Fernsehformat „Bares für Rares“ können Teilnehmer ihre Schätze vom Dachboden versierten Händlern zum Kauf anbieten. Hinzu kommt eine Experten-Einschätzung zum Wert. Immer wieder mal findet sich unter den Stücken ein echtes Unikat. Dann sind hohe Preise möglich. Doch auch die Experten sowie die Kunsthändler verschätzen sich ab und zu - wie ein Fall aus der österreichischen Ausgabe des Formats zeigt.
In Episode 76 der österreichischen Ausgabe „Bares für Rares“, die mittlerweile nicht mehr abrufbar ist, wollte ein Gemeindebediensteter aus Niederösterreich das Gemälde „Wilde Kaninchen im Grase“ von dem deutschen Maler Ferdinand von Rayski (19. Jh.) an die Händler verkaufen. Dabei lagen Experte und auch der Händler beim Preis ziemlich daneben, wie „Der Standard“ berichtet.
Bei der Analyse des Gemäldes bemängelte der Servus-TV-Experte Erich Tromayer noch dessen Zustand und zweifelte an, ob sich eine Restaurierung lohne. Er bewertete es den Berichten zufolge „mit 500 bis 600 Euro“, wobei der Gemeindebedienstete gerne 1000 Euro erhalten hätte.
Dem Servus TV-Händler Markus Kral verkaufte er das Bild schließlich für 550 Euro. Dieser verkaufte es dann einige Zeit später laut „Der Standard“ einem Kollegen für 2000 Euro. Kein schlechtes Geschäft, könnte man anlässlich der Schätzung des TV-Experten meinen.
Doch bei einer Auktion im Dezember 2022 soll das Gemälde im Dorotheum, einem Wiener Auktionshaus, laut der Zeitung für 43.520 Euro versteigert worden sein. Das entspricht dem knapp 80-fachen des Preises, zu dem der ursprüngliche Besitzer das Bild in der Sendung verkaufte. Der Gemeindebedienstete aus Niederösterreich hatte wohl „einfach Pech“, wie er es selbst gelassen im Gespräch mit der Zeitung beschrieb.