Ein Rat für Verbraucher  So äußerte sich der EWE-Chef zur Energiepreis-Entwicklung

Andreas Ellinger
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Von Andreas Ellinger
| 26.04.2024 19:50 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
EWE-Vorstandsvorsitzender Stefan Dohler in der Bilanz-Pressekonferenz am 25. April 2024. Foto: Screenshot/Quelle: EWE-Pressekonferenz
EWE-Vorstandsvorsitzender Stefan Dohler in der Bilanz-Pressekonferenz am 25. April 2024. Foto: Screenshot/Quelle: EWE-Pressekonferenz
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Der Ukraine-Krieg ließ die Energiepreise steigen, jetzt kommt ein Konflikt im gas- und ölreichen Mittleren Osten hinzu. Welche Prognose wagt EWE-Chef Stefan Dohler bezüglich der Energiepreise?

Oldenburg/Ostfriesland - Wie entwickeln sich die Strom- und Gaspreise? Darum ging es bei der Bilanz-Pressekonferenz der EWE am 25. April 2024.

„Die kurzfristige Entwicklung hängt sehr an der Entwicklung der Großhandelspreise“, sagte EWE-Vorstandsvorsitzender Stefan Dohler. Der Strompreis im Großhandel sei zwischenzeitlich auf 7 Cent pro Kilowattstunde gefallen gewesen. Vergangene Woche habe er aber wieder an die 10 Cent herangereicht.

EWE-Manager sieht keine Preisstabilität wie früher

Zum Zeitpunkt der Pressekonferenz lag der Strompreis im Großhandel demnach bei rund 9 Cent pro Kilowattstunde. „Es ist sehr volatil“, folgerte Dohler. Die EWE bemühe sich um eine stabile Preispolitik. Der Manager äußerte sich optimistisch, dass kein neuerlicher Anstieg der Strompreise bevorsteht, sondern eine Stabilisierung erfolge.

Mit Blick auf die Weltpolitik sagte Dohler, dass es auch anders kommen könne. Falls die Krise im Mittleren Osten noch mehr eskaliere, sei mit einem Anstieg der Weltmarktpreise für Öl und Gas zu rechnen. Das würde auch auf die Strompreise durchschlagen, erklärte er. Eine Langfristprognose sei folglich „schwer abzugeben“. Und: „Die Preisstabilität, die wir früher hatten, die haben wir nicht mehr.“

EWE will Preisschwankungen schnell weitergeben

Der Vorstands-Chef riet Energieverbrauchern, „Festpreisverträge“ abzuschließen. „So mache ich das persönlich“, sagte er. „Das ist eine Möglichkeit, sich gegen diese Volatilität zu schützen.“

Der Grundversorgungs-Tarif der EWE, der keine Preisstabilität bietet, liegt aktuell bei 38,95 Cent pro Kilowattstunde. Die EWE bewege sich in der Grundversorgung in einem Preisbereich wie andere Grundversorger auch, sagte Dohler. Die EWE wolle Preisschwankungen schnell weitergeben, also auch Preissenkungen. „Wir wollen uns an dieser Krise nicht bereichern.“

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