Osnabrück  Boris Pistorius tritt zur Bundestagswahl 2025 nicht in Osnabrück an

Wilfried Hinrichs
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Von Wilfried Hinrichs
| 29.08.2024 16:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius ist seiner Heimatstadt – und dem VfL Osnabrück – sehr verbunden. Um das Bundestagsmandat wird er sich hier aber nicht bewerben. Foto: Michael Titgemeyer
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius ist seiner Heimatstadt – und dem VfL Osnabrück – sehr verbunden. Um das Bundestagsmandat wird er sich hier aber nicht bewerben. Foto: Michael Titgemeyer
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Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat eine Entscheidung über seine etwaige Kandidatur zur Bundestagswahl 2025 getroffen. Sie wird in Osnabrück gewiss mit besonderer Aufmerksamkeit zur Kenntnis genommen.

Osnabrück wäre eigentlich ein Heimspiel für ihn. Aber Boris Pistorius, laut Politbarometer Deutschlands beliebtester Bundespolitiker, wird bei der Bundestagswahl 2025 nicht im Wahlkreis Osnabrück antreten. Das bestätigte Pistorius auf Anfrage von NOZ Medien.

Ob der Verteidigungsminister in einem anderen niedersächsischen Wahlkreis kandidieren wird, ließ er in einem Gespräch mit unserer Redaktion offen. „Dazu werde ich mich zu gegebener Zeit äußern“, sagte Pistorius. 

Damit dürfte der Weg frei sein für den derzeitigen Bundestagsabgeordneten Manuel Gava (31), der bei der Wahl 2021 überraschend das Direktmandat im Wahlkreis Osnabrück-Stadt mit 30 Prozent gegen Mathias Middelberg (CDU, 29 Prozent) gewann. Den Wahlkreis bilden die Städte Osnabrück und Georgsmarienhütte sowie die Gemeinden Belm, Hagen, Hasbergen und Wallenhorst. 

Gava hatte im Juli seine Entschlossenheit bekräftigt, noch einmal in Osnabrück zu kandidieren. Hintergrund waren Medienspekulationen, die Bundes-SPD dränge Boris Pistorius, ihr derzeit stärkstes Zugpferd, zu einer Bundestagskandidatur. Pistorius wird im kommenden Jahr 65 Jahre alt. Für ihn wäre Osnabrück der naheliegende Wahlkreis, denn hier ist er geboren, hier hat er seinen Wohnsitz, hier war er sieben Jahre Oberbürgermeister. 

Manuel Gava wollte Pistorius‘ Entscheidung auf Anfrage nicht kommentieren. Er versicherte auf Nachfrage unserer Redaktion, erneut antreten zu wollen. Das letzte Wort haben die SPD-Delegierten aus dem Wahlkreis beim Nominierungsparteitag am 24. Oktober 2024.

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