Versorgungssicherheit  Wie sieht es bei EWE eigentlich mit Stromausfällen aus?

| | 13.11.2024 13:42 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die EWE-Netzleitstelle in Oldenburg: Von hier aus wird das rund 85.000 Kilometer lange Stromnetz in Ems-Weser-Elbe rund um die Uhr überwacht und gesteuert. Foto: Andreas Burmann/EWE
Die EWE-Netzleitstelle in Oldenburg: Von hier aus wird das rund 85.000 Kilometer lange Stromnetz in Ems-Weser-Elbe rund um die Uhr überwacht und gesteuert. Foto: Andreas Burmann/EWE
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Keine Frage: Es kann immer mal passieren, dass der Strom ausfällt. Der oft gescholtene Oldenburger Energiedienstleister EWE legt dazu jetzt neue Zahlen vor, die überraschen.

Oldenburg/Ostfriesland - Wenn daheim der Strom ausfällt, ist das fürchterlich ärgerlich – in der Firma sogar total nervig. Die Bundesnetzagentur führt darüber genau Buch. Das Ergebnis: In der Region Oldenburg/Ostfriesland gibt es im bundesweiten Vergleich ziemlich wenige Stromausfälle.

Mit einer strombedingten Ausfallzeit von nur 4,6 Minuten pro Jahr und Kunde liegt EWE Netz deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 12,8 Minuten. Das teilte EWE kürzlich mit. EWE ist Grundversorger in Ostfriesland.

Kabel liegen alle unter der Erde

Als entscheidenden Faktor für die relativ niedrigen Ausfallzeiten sieht EWE Netz in der vollständigen Erdverkabelung im Netzgebiet. Das gesamte Stromnetz, das sich laut EWE über mehr als 84.500 Kilometer erstreckt, verläuft vollständig unter der Erde. „Dies schützt das Netz vor Witterungseinflüssen und sorgt für eine außergewöhnlich hohe Versorgungssicherheit“, wird Torsten Maus, Vorsitzender der EWE-Netz-Geschäftsführung, in einer Pressemitteilung zitiert. „In Deutschland und auch europaweit gibt es kaum Netzbetreiber mit einer so umfassenden Erdverkabelung.“

Nach Auskunft eines Unternehmenssprechers gehen Stromausfälle häufig auf Fehler bei Bauarbeiten zurück – etwa wenn ein Bagger die Erdkabel beschädigt. Sie dagegen hundertprozentig zu schützen sei nahezu unmöglich.

Millionen-Invest in Digitalisierung

Ein weiterer wesentlicher Faktor für die hohe Versorgungssicherheit im EWE-Netzgebiet sei die zunehmende Digitalisierung des Stromnetzes und dessen smarter Ausbau. Maus: „Durch unsere hohen Investitionen in den smarten Netzausbau und die Optimierung der Netzsteuerung können wir schneller und effizienter auf Schwankungen in der Einspeisung reagieren. Diese modernen Lösungen tragen entscheidend dazu bei, dass wir die hohe Versorgungssicherheit auch bei einem wachsenden Anteil volatiler erneuerbarer Energien gewährleisten können.“

Allein im vergangenen Jahr habe EWE Netz rund 350 Millionen Euro in seine Netze investiert.

Bessere Werte auch beim Gas

In der Mitteilung betonte EWE Netz, dass die überdurchschnittliche Versorgungssicherheit auch bei Gas gelte. Auch beim Gas weicht EWE Netz vom Bundesdurchschnitt ab.

Die ausfallbedingte Unterbrechungszeit pro Jahr und Kunde lag laut EWE nach Berechnungen der Bundesnetzagentur im Jahr 2023 bei 1,18 Minuten und damit unter dem bundesweiten Durchschnitt von 1,26 Minuten.

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