Pleite beim Vorletzten  Leer verliert 1:7 – zwei Rote Karten und ein Lichtblick

| | 23.05.2025 14:44 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Im Gegensatz zum 2:2 im Hinspiel war Germania Leer am Donnerstag gegen den SV Bad Bentheim chancenlos. Foto: Doden, Archiv
Im Gegensatz zum 2:2 im Hinspiel war Germania Leer am Donnerstag gegen den SV Bad Bentheim chancenlos. Foto: Doden, Archiv
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Fußball-Landesligist Germania Leer hat am Donnerstag in Bad Bentheim einen „rabenschwarzen Tag“ erwischt und den insgesamt 51. Spieler in dieser Saison eingesetzt. Bei GW Firrel gibt es am Sonntag Freibier.

Bad Bentheim/Firrel - Germania Leer sehnt sich dem Saisonende in der Fußball-Landesliga entgegen. Auch die Hoffnung, in der Spielzeit zumindest einen Sieg einzufahren, schwindet. Beim ebenfalls schon längst abgestiegenen SV Bad Bentheim kassierte die Mannschaft von Trainer Erhan Colak am Donnerstag eine 1:7-Pleite und sah obendrein noch zwei Rote Karten.

„Es war ein rabenschwarzer Tag, die meisten waren gedanklich immer einen Schritt zu spät“, sagt Colak. „Man merkt, dass die ganze Saison an die Substanz geht – körperlich und mental.“ Zwei Landesliga-Spiele gilt es für Leer noch zu bestreiten, das letzte Auswärtsspiel am Sonntag um 15 Uhr beim BV Garrel.

Germania Leers Trainer Erhan Colak möchte sich mit seinem Team in den verbleibenden Landesliga-Spielen gut präsentieren. Foto: Doden, Emden
Germania Leers Trainer Erhan Colak möchte sich mit seinem Team in den verbleibenden Landesliga-Spielen gut präsentieren. Foto: Doden, Emden

Drei Spieler bei GW Firrel verabschiedet

Bereits um 14 Uhr wird das letzte Heimspiel vom zweiten ostfriesischen Landesligisten angepfiffen. GW Firrel empfängt den SC Melle 03. „Der Verein und die Mannschaft werden 80 Liter Freibier ausgeben“, kündigt GW-Trainer Bernd Grotlü-schen an. Mit André Lücht, Jendrik Janßen und Pascal de Buhr werden drei Firrel-Akteure verabschiedet.

„Auch für die Jungs, die uns verlassen werden, ist es nochmal wichtig, dass wir uns gut präsentieren. Wir können ohne Druck aufspielen, Melle ebenso“, sagt Grotlüschen. Seine Mannschaft wird die Saison auf Platz zehn abschließen, das steht schon vor den vorletzten Spieltag fest. „Wir als Dorfverein haben ein weiteres Landesliga-Jahr vor uns. Das ist aller Ehren wert.“

Wie es bei Firrels Manuel Suda (Zweiter von links) weitergeht, ist noch nicht bekannt. Foto: Doden, Emden
Wie es bei Firrels Manuel Suda (Zweiter von links) weitergeht, ist noch nicht bekannt. Foto: Doden, Emden

Vier A-Jugendliche bei Leer in der Startelf

Germania Leer steigt dagegen sang- und klanglos direkt wieder in die Bezirksliga ab. Das 1:7 am Donnerstagabend in Bad Bentheim geht nach Aussage von Torwart-Trainer und Pressewart Xavier Rieger auch „in der Höhe in Ordnung“. Im Vergleich zum achtbaren 2:2 gegen Firrel am Freitag vergangener Woche hatten vier Leistungsträger gefehlt, mit Baran Saracoglu und Roman Antonenko zwei gesperrt. Die beiden kehren jetzt am Sonntag wieder in den Leeraner Kader zurück. Doch dafür fehlen zwei andere Germania-Akteure gesperrt. Sowohl Eliel Pierre Delphonse (Notbremse, 44. Minute) als auch Jeffrey Richard St. Louis (Unsportlichkeit, 89.) sahen in Bad Bentheim Rot.

Leer: Demhartner; Berete, Nazari, Slacki (74. Wellnitz), Cebula, St. Louis, Junior Gertze, Formychov, Isimaila, Delphonse, Karakurt.

Tore: 1:0 Kotte (12.), 2:0 Roggmann (13.), 2:1 Karakurt (20.), 3:1 Friedrichsen (40.), 4:1/5:1/6:1 Schmagt (53./67./84.), 7:1 Roggmann (88.).

Bei Germania Leer standen aus akuter Personalnot vier A-Junioren in der Anfangself, mit Justin Wellnitz wurde ein weiterer eingewechselt. Damit hat Germania nun 51 verschiedene Spieler in dieser Landesliga-Saison eingesetzt. Das dürfte rekordverdächtig sein. Erhan Colak hat sich selbst auch noch mit auf den Spielberichtsbogen gestellt, sich aber nicht selbst eingewechselt. Mit dem A-Junioren Bünyamin Karakurt bei seinem Startelf-Debüt gab es immerhin einen Lichtblick bei der Germania. Er erzielte das zwischenzeitliche 1:2 in Bad Bentheim und hätte beinahe noch das 2:2 nachgelegt. „Er war sehr bemüht und hat viele Wege gemacht“, lobt Colak den jungen Karakurt. Ein direkt verwandelter Freistoß aus 25 Metern kurz vor der Halbzeit zum Bad Bentheimer 3:1 war die Vorentscheidung. In der zweiten Halbzeit schwanden bei den Leeranern die Kräfte.

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