Leer

„Das hätte Tote geben können“

Jochen Brandt
|
Von Jochen Brandt
| 20.06.2017 18:15 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Artikel teilen:

Auf dem Gelände der Bundeswehr in Leer ist bei Baggerarbeiten am Dienstag eine Bombe gefunden worden. Die Sprengpatrone mit 23 Kilogramm Sprengstoff wurde auf einem Feld in der Nähe der Bundesstraße 70 gesprengt.

So sah das Feld nach der Sprengung der Bombe aus. Bilder: Polizei
So sah das Feld nach der Sprengung der Bombe aus. Bilder: Polizei
Leer - Ein Sprengsatz aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Dienstag im Leeraner Stadtteil Nettelburg kontrolliert in die Luft gejagt worden. Ein Baggerfahrer hatte ihn am Montag bei Bauarbeiten auf dem Gelände der Leeraner Evenburg-Kaserne freigelegt. Die Bauarbeiter hätten viel Glück gehabt, hieß es von einem Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes: „Das war für alle Beteiligten haarscharf“, so Hans Mohr. „Das hätte Tote geben können.“

Mit einem Kollegen brachte er den 23-Kilo-Sprengkörper am Dienstagvormittag von der Kaserne über die Bundesstraße 70 und die Leda-Brücke auf eine Weide im Stadtteil Nettelburg. Dort wurde er eingegraben und zur Detonation gebracht. Das Ergebnis laut Mohr: ein Krater mit elf Metern Durchmesser und bis zu vier Metern Tiefe.

Die Aktion wurde von der Polizei und dem Ordnungsamt der Stadt begleitet. Die B 70 sowie Zufahrtsstraßen seien gegen 10.45 Uhr für den Transport und gegen 12.20 Uhr für die Sprengung jeweils für einige Minuten gesperrt worden, hieß es von der Polizei.

Die Polizei hat die Sprengung gefilmt und zeigt das Video bei Twitter:

Ähnliche Artikel