Emden

Feuerwehr

Brand in Biogasanlage in Grimersum

Unter anderem über die Drehleiter der Feuerwehr Norden konnte der Brand in Grimersum gelöscht werden. Foto: Feuerwehr Krummhörn

Von Claus Arne Hock

Am Mittwochabend wurden mehrere Feuerwehren zu einem Großbrand in Grimersum alarmiert. Es brannte eine Biogasanlage. Wind und giftige Rauchgase waren für die Einsatzkräfte besonders herausfordernd.

Grimersum - Ein Feuer in einer Biogasanlage hat am Mittwochabend zu einem Großeinsatz der Krummhörner Feuerwehr sowie der Norder Wehr im Grimersumer Ostweg geführt.

In einem Behälter war laut Feuerwehr aus bislang ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen. Das Feuer hatte vor dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bereits auf einen Teil eines weiteren Behälters der Biogasanlage übergegriffen. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, waren die Folienhauben des Fermenters sowie des Nachgärers durch den Brand bereits zerstört worden. Das in den Behältern aufgestaute Biogas war bereits entwichen.

Bevölkerung gewarnt

Eingesetzt wurde auch die Drohne der Norder Feuerwehr. Mit der Drohne konnte sich die Einsatzleitung laut Mitteilung ein Bild von oben machen und die Löschmaßnahmen gezielt steuern. Um die Bevölkerung vor der Rauchentwicklung zu warnen, wurde im Einsatzverlauf eine Warnung über NINA und Katwarn ausgegeben.

Mit der Drohne der Feuerwehr Norden konnten sich die Einsatzkräfte einen Überblick verschaffen. Foto: Feuerwehr Krummhörn
Die Brandbekämpfung stellte die rund 70 Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen. Mehrere Trupps unter Atemschutz konnten die vom Boden aus sichtbaren Flammen zwar schnell ablöschen. Da der Rauch im Einsatzverlauf in eine andere Richtung zog, mussten die Rettungskräfte den Kräfteeinsatz und die Fahrzeugaufstellung ändern. Aufgrund der giftigen Rauchgase konnten die Einsatzkräfte ausschließlich unter Atemschutz arbeiten. Ein mit einem Arbeitskorb ausgestatteter Teleskoplader ermöglichte es, noch vor dem Eintreffen der Norder Drehleiter und Drohne ein Bild von oben zu bekommen.

Gase entzündeten sich weiter

Das Feuer konnte im Zwischenraum zwischen Betonbehälter und Außenwand festgestellt werden. Um das Feuer in dem Zwischenraum bekämpfen zu können, musste zunächst die Folienhaube mit Hilfe der Drehleiter und Einreißhaken aufwendig entfernt werden. Hierbei unterstützte später auch ein Löffelbagger.

Ein besonderes Bild bot sich laut Feuerwehr den Einsatzkräften, die von oben in den Behälter schauen konnten: Die durch den Gärungsprozess entstehenden Gase stiegen zunächst an die Oberfläche auf. Als diese an der Oberfläche angelangt waren, entzündeten sie sich.

Nach dem Entfernen der Folie war es den Einsatzkräften dann möglich, den Brand von der Drehleiter aus zu bekämpfen. Nach mehr als fünf Stunden war das Feuer gelöscht. Im Einsatz waren die Feuerwehren Krummhörn-Ost, Krummhörn-Nord, Visquard, die Einsatzleitwagen-Gruppe, der Verpflegungsgruppe Feuerwehr Krummhörn-West sowie der Drehleiter und Drohnengruppe der Feuerwehr Norden. Zudem waren die Polizei, die Untere Wasserbehörde und das Gewerbeaufsichtsamt vor Ort.

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