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Emder Studierende reisen nach Gambia

Sie sind am Projekt beteiligt (von links): Anna Gerritzen, Koordinatorin für Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung an der Hochschule, Lehrer Jörg Nagels, Daniel Strohbach (FabLab), Professor Dr. Michael Schlaak und die Studierenden Lotte Wassermeyer und Ky Anh Quach. Es fehlt Maja Tappe. Bild: Privat

In den nächsten Tagen werden Studierende und Mitarbeiter der Hochschule Emden/Leer sowie der Lehrer Jörg Nagels nach Afrika reisen. In Gambia wollen sie die Infrastruktur an einer Schule verbessern.

Emden - Eine Gruppe der Hochschule Emden/Leer und der Emder Cirksena-Grundschule wird in diesem Monat nach Gambia reisen, um zu recherchieren, ob und wie mit der Errichtung einer Photovoltaikanlage die Stromversorgung der Sukuta Lower Basic School (SLBS) gesichert werden könnte. Die Hochschule wolle mit dem Projekt ihre Aktivitäten in Bezug auf Nachhaltigkeit auch auf der globalen Ebene vertiefen, heißt es in einer Mitteilung der Organisatoren. Das Projekt wird im Zuge des studienbegleitenden Nachhaltigkeitszertifikats angeboten.

Geplant ist laut Mitteilung, dass die Studierenden Maja Tappe, Lotte Wassermeyer und Ky Anh Quach aus den Fachbereichen Technik sowie Soziale Arbeit und Gesundheit mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Daniel Strohbach vom FabLab (Fabrikations-Labor) der Hochschule am 18. April nach Gambia reisen. Einige Tage zuvor soll zudem Jörg Nagels, Lehrer an der Emder Cirksenaschule, dort ankommen. Nagels hatte vor einigen Jahren den Kontakt zur SLBS hergestellt und bereits einige gemeinsame Schulprojekte begleitet. Für ihn ist es der dritte Besuch vor Ort.

Nur wenige Ressourcen für die zahlreichen Schüler

Die SLBS ist eine staatliche Schule für die Klassen 1 bis 6 in der Stadt Sukuta. Laut Professor Dr. Michael Schlaak, der das Projekt an der Hochschule betreut, stehen nur wenige Ressourcen für die zahlreichen Schüler zur Verfügung. Lehrmaterialien gebe es wenige. Es gebe jedoch einen Computerraum, über den ein Informationsaustausch möglich sei. „Durch den Aufbau einer eigenen Stromversorgung für den Computerpool durch Photovoltaik und Batterien könnte die Kommunikationsfähigkeit gesichert werden“, so Schlaak. Damit solle zugleich die Qualität der Lehre, aber auch die Motivation der Schüler in Gambia verbessert werden.

Um die rund 20 Computer vor Ort mit Strom versorgen zu können, müsste auf dem Schuldach eine Fläche von 70 Quadratmetern mit Photovoltaik-Platten ausgestattet werden. Die Gruppe aus Emden soll dafür zunächst die Gegebenheiten unter die Lupe nehmen und schauen, ob das Projekt auch in der Praxis umsetzbar ist. Vor Ort soll zudem ein Netzwerk verschiedener Akteure aufgebaut werden, die mit Unterstützung aus Deutschland das geplante Konzept realisieren und die später den Betrieb und die Wartung aufrechterhalten können.

Am Donnerstag, 2. Mai, sollen die ersten Ergebnisse der Erkundungsreise nach Afrika um 15 Uhr im Coram der Hochschule auf dem Campus in Emden öffentlich vorgestellt werden.

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