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Neuss (dpa)

DEL-Chef: Saisonstart ohne Zuschauer „macht keinen Sinn“

Kann sich Spiele ohne Zuschauer nicht vorstellen: DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke. Foto: Uwe Anspach/dpa

Ein Spielbetrieb in der neuen Saison ohne Zuschauer ist für die Deutsche Eishockey Liga nicht darstellbar.

Sollten wegen der Coronavirus-Pandemie auch im September noch keine Spiele mit Publikum möglich sein, könnte dies zum Zusammenbruch der DEL führen. „Der Spielbetrieb wäre dann nicht refinanzierbar. Das kann nur übergangsweise und kurzzeitig ein Szenario sein“, sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke der Deutschen Presse-Agentur.

Die DEL hatte die laufende Saison wegen der Corona-Krise nach dem Ende der Hauptrunde und vor dem Start der Playoffs abgebrochen. Anders als im Fußball, wo die Bundesliga die laufende Saison ab Mai ohne Zuschauer zu Ende spielen will, mache dies im Eishockey „wirtschaftlich keinen Sinn“, meinte Tripcke: „Wir haben im Eishockey wesentlich geringere TV-Einnahmen als im Fußball. Ohne Zuschauer und die in den Arenen engagierten Sponsoren hätten wir nur ungefähr ein Drittel der normalen Einnahmen.“

Bereits durch den Saison-Abbruch seien die Einbußen verheerend. „Für die DEL-Gruppe rechne ich mit rund 15 bis 20 Millionen Euro an Umsatz-Verlust durch die Absage der Playoffs“, sagte Tripcke, der mit der Liga eigentlich am 18. September regulär wieder in die neue Saison starten will. Sollte dies mit Zuschauern nicht möglich sein, würde der Saisonstart sehr wahrscheinlich verschoben.

„Wenn es soweit kommen sollte, dass es nur die Option gibt, die neue Saison zu verschieben oder zu verkürzen, dann besprechen wir das natürlich mit den Clubs. Man muss dann sehen, was wirtschaftlich darstellbar ist. Aber bei einer Profiliga ohne Zuschauer, entfällt das Geschäftsmodell“, sagte der 52-Jährige weiter.

Tripcke betonte indes, dass die Planungen aktuell auf einen normalen Saisonstart im September ausgelegt seien. Die Lizenzprüfung soll wie geplant in der zweiten Mai-Hälfte stattfinden.

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