Norden

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120 Einsatzkräfte suchen vermissten Kanufahrer

Die Feuerwehr ließ Boote zu Wasser, um den Vermissten zu suchen. Bild: Feuerwehr Norden

Mehrere Feuerwehren aus dem Landkreis Aurich haben am Sonntagabend nach einem vermissten Kanufahrer gesucht. Auch Drohnen kamen zum Einsatz.

Norden - Ein Kanufahrer, der am Sonntagabend mit seinem Hund auf dem Norder Tief in Neuwesteel gekentert ist, hat am Sonntagabend einen Großeinsatz ausgelöst. 130 Rettungskräfte suchten den Mann sowie dessen Hund. Beide wurden am Ende wohlbehalten in der Wohnung des Norders angetroffen.

Eine Gruppe Angler hatte am Addinggaster Tief, einem Zulauf des Norder Tiefs, die Hilferufe des Mannes aus weiter Entfernung gehört. Weil sie den Mann im Dunkeln nicht ausfindig machen konnten, alarmierte einer der Angler die Polizei. Auch der Betreiber des Kanu-Verleihs meldete sich bei den Beamten und gab an, das ein Kanu nicht zurückgegeben worden war. Somit erhärtete sich der Verdacht eines Unglücks.

Drohnen im Einsatz

Die Beamten verifizierten die Aussagen vor Ort und grenzten das Suchgebiet ein. Wegen der erschwerten Zugänglichkeit der weitläufigen Acker- und Wiesengebiete, forderten sie die Freiwillige Feuerwehr Norden zur Personensuche mit einem Großaufgebot an. Die Norder Wehr rückte daraufhin mit 13 Fahrzeugen, zwei Booten und rund 90 Einsatzkräften aus. Im Einsatzleitwagen des Landkreises Aurich planten und koordinierten die Führungskräfte der Norder Wehr die Suchaktion direkt vor Ort.

Zusätzlich wurden die Drohnengruppen der Feuerwehr Wiesmoor, Osterhusen und Emden sowie der Rettungsdienst alarmiert, die große Flächen mit der Wärmebildkamera absuchten. Während die Boote am Speicherbecken an der Schleuse Leybuchtsiel zu Wasser gelassen wurden, starteten erste Suchmannschaften auf die Felder entlang der Uferböschungen. Die Kurbelpünte am Lorenzweg sowie das Addinggaster Tief am nördlichen Ende des Königswegs standen neben den Wasserflächen im Fokus der Suchaktion. Beim Königsweg fuhr die Feuerwehr mit geländegängigen Fahrzeugen auf die Ländereien und brachte einen Lichtmastanhänger und weitere Scheinwerfer in Stellung. Eines der Feuerwehrboote fand schließlich das vermisste Kanu – angebunden an der Kurbelpünte am Lorenzweg. Jedoch waren weder der Vermisste noch sein Hund dort aufzufinden. Unklar war nun, ob der Mieter selbst oder jemand anderes das Kanu dort gesichert hatte.

Hund hatte Kanu aufgeschaukelt

Während der laufenden Suchaktion fuhr die Polizei zum Wohnort des Vermissten. Dort trafen sie den Mann auch tatsächlich an. Er und sein Hund waren wohlauf. Der Mann berichtete, dass der Hund das Kanu aufgeschaukelt und so zum Kentern gebracht hatte. Zunächst konnte der Mann sich nicht selbst retten und hatte deshalb laut um Hilfe gerufen. Später gelang es ihm, das Kanu wieder aufzurichten und hineinzuklettern. Das Kanu hatte er schließlich am Lorenzweg angebunden und war durchnässt nach Hause gelaufen.

Da er auf seine Hilferufe keine Antwort oder andere Reaktionen bemerkt hatte, war er davon ausgegangen, dass sie niemand wahrgenommen hatte. Deswegen hatte er auch niemanden über den Vorfall informiert. Nach der erleichternden Nachricht brachen die rund 120 Einsatzkräfte die Suchaktion ab.

Alexander Schröder 18.05.2020
14:34 Uhr
Liebe Redaktion, lieber Autor, lest euch doch beim nächsten Mal vor Veröffentlichung euren Artikel durch. Da bekommt man ja Kopfschmerzen bei der Grammatik.
Anmerkung der Redaktion Danke für den Hinweis. /red.kgr
18.05.2020 um 19:37 Uhr
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