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Berlin (dpa)

Bayern ohne Revanchegelüste - Kohfeldts Dauerdruck

Das Hinspiel in Frankfurt hatten die Münchner 1:5 verloren. Foto: Hasan Bratic/dpa

Drei Tage vor dem Liga-Gipfel zwischen dem BVB und dem FC Bayern steht das zweite Geisterspiel-Wochenende an. Die Münchner hegen gegen Frankfurt keine Revanchegelüste. In Mönchengladbach sind besondere „Fans“ dabei.

Am zweiten Geister-Spieltag empfängt Tabellenführer FC Bayern München im Topspiel Eintracht Frankfurt. Drei Stunden zuvor muss Verfolger Borussia Dortmund beim VfL Wolfsburg antreten. Am Tabellenende stehen Paderborn und Bremen unter Druck.

Ein Blick auf das Wochenende in der Fußball-Bundesliga:

OHNE REVANCHEGELÜSTE: „Ich halte nichts davon, wenn man sagt, wir haben da noch eine Rechnung offen“, sagte Bayern-Trainer Hansi Flick vor der Partie gegen Eintracht Frankfurt (18.30 Uhr/Sky). Das Hinspiel hatten die Münchner 1:5 verloren, Trainer Niko Kovac verlor seinen Job. Nun stehe der Tabellenführer vor einem „ganz anderen Spiel mit ganz anderen Voraussetzungen“, betonte Flick vor dem zweiten Geisterspiel nach dem Neustart wegen der Corona-Pause. Drei Tage vor dem Gipfel gegen den BVB wollen die Ehrenpräsidenten Franz Beckenbauer und Uli Hoeneß als auserwählte Stadionbesucher kommen.

UNTER DAUERDRUCK: „Ich sage es deutlich: Es tut richtig weh, was da teilweise geschrieben wird“, sagte Florian Kohfeldt. Den Coach der abstiegsgefährdeten Bremer haben die Forderungen nach seinem Rauswurf und die öffentliche Kritik von Vereinsidolen wie Rune Bratseth oder Dieter Burdenski schwer getroffen. Vor dem Spiel beim SC Freiburg (15.30 Uhr) beträgt der Rückstand des Tabellen-17. auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz bereits neun Zähler. Trotz des Dauerdrucks denkt Kohfeldt nicht an Rücktritt und muss weiterhin auch keinen Rauswurf fürchten. „Ich bin überzeugt, dass Florian der richtige Mann für diese Situation ist und die Wahrscheinlichkeit mit ihm am größten ist, die Klasse zu halten“, sagte Sportchef Frank Baumann.

TIEF IM WESTEN: „Es ist besser vor Puppen zu spielen als gar nicht“, sagte Bayer Leverkusens Trainer Peter Bosz vor dem West-Duell bei Borussia Mönchengladbach (15.30 Uhr). Im Borussia-Park sind auf den Tribünen mehr als 12 000 sogenannte Pappkameraden aufgestellt, die für ein wenig Atmosphäre im ansonsten leeren Stadion sorgen. Dort geht es um wichtige Zähler im Kampf um die Champions-League-Plätze. Mit 22 Punkten aus den ersten neun Spielen der zweiten Serie spielt Bayer die beste Bundesliga-Rückrunde der Vereinsgeschichte. Der Fünfte hat zwei Punkte Rückstand auf den Dritten aus Gladbach. Am Sonntag steht das zweite Rhein-Derby auf dem Programm, wenn der 1. FC Köln Fortuna Düsseldorf empfängt (18.00 Uhr).

PREMIERE MIT VERZUG: „Ich freue mich, dass es jetzt endlich für mich losgeht“, sagte Augsburgs Trainer Heiko Herrlich vor dem Duell beim FC Schalke 04 am Sonntag (13.30 Uhr/DAZN/Amazon Prime). Zusätzlichen Druck empfindet der 48-Jährige vor seinem Pflichtspiel-Debüt als Trainer des FCA durch sein Corona-Malheur in der Vorwoche nicht. Herrlich hatte bei einem Einkauf die Quarantäne-Regeln missachtet und deshalb im Heimspiel gegen Wolfsburg (1:2) nicht auf der Bank gesessen. „Ich empfand den Druck vor acht Wochen genauso und habe gewarnt, dass man die Situation nicht unterschätzen darf“, sagte er. Auf den Quarantäne-Vorfall und die Folgen wollte er nicht mehr weiter eingehen. Für ihn sei die Causa damit „abgehakt“.

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