Norden

Feuer

Ein Schwerstverletzter bei Feuer in Norder Krankenhaus

Im Gebäude der psychiatrischen Abteilung der Norder Ubbo-Emmius-Klinik hat es am Montagmorgen gebrannt. Bilder: Kluth

Von Imke Kluth

Großeinsatz für die Norder Feuerwehr: In der psychiatrischen Abteilung der Norder Ubbo-Emmius-Klinik ist am Montagmorgen ein Feuer ausgebrochen, ein Patient wurde schwer verletzt. Zwei weitere haben im Zusammenhang mit dem Feuer die Klinik unerlaubt verlassen.

Norden - Bei einem Feuer in der Ubbo-Emmius-Klinik (UEK) in Norden ist am Montagmorgen ein 58-jähriger Patient schwerst verletzt worden. Er musste wiederbelebt werden und wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Groningen geflogen. Der Brand war nach Angaben von Stadtbrandmeister und Einsatzleiter Thomas Kettler gegen 8.30 Uhr in einem Patientenzimmer der psychiatrischen Abteilung ausgebrochen. Ein Mitarbeiter der Klinik habe Rauch gesehen, und zeitgleich sei auch eine Brandmeldeanlage angegangen.

In diesem Zimmer ist das Feuer ausgebrochen.
Beim Eintreffen der Feuerwehr waren noch mehrere Patienten in dem Gebäude, teilte Kettler bei einer Pressekonferenz mit. Da der Flur aber stark verraucht war, konnten die Personen die Station nicht mehr über den Flur verlassen. Auch durch die Fenster konnten die Patienten nicht ins Freie gelangen, da sich diese in der psychiatrischen Abteilung mit eingewiesenen Patienten nicht von innen öffnen lassen. Die Feuerwehr Norden hat deshalb die Fenster in dem eingeschossigen Gebäude von außen eingeschlagen. „Wir haben insgesamt vier Personen gerettet, davon drei durch Fenster und den Schwerstverletzten durch den Flur“, sagte Kettler.

Zwei Patienten haben die Klinik unerlaubt verlassen

Die anderen der insgesamt 25 Patienten auf der Station konnten zuvor von der Feuerwehr in Zusammenarbeit mit dem Klinikpersonal evakuiert werden. Ein 90-jähriger Patient, der auch auf der Station untergebracht war, stehe aufgrund seines Alters jetzt unter ärztlicher Beobachtung.

Bei der Pressekonferenz: Thomas Weege, stellvertretender Stadtbrandmeister von Norden, Stadtbrandmeister Thomas Kettler, Claus Eppmann, Sprecher der Geschäftsführung der Trägergesellschaft Kliniken Aurich-Emden-Norden, Andrea Janssen, Pressesprecherin der Trägergesellschaft, Dr. Astrid Gesang, Medizinische Geschäftsführerin.
Die Station ist aufgrund der starken Verrauchung bis auf Weiteres nicht mehr nutzbar. Das Zimmer, in dem der Brand ausgebrochen war, ist völlig zerstört. Ein Teil der Patienten der Station ist laut Dr. Astrid Gesang, Medizinische Geschäftsführerin der Trägergesellschaft der Kliniken Aurich-Emden-Norden, innerhalb der Klinik untergekommen. Außerdem sollen Patienten mit Einweisungsverfügungen in der Klinik Emden untergebracht werden. Zwei Patienten, die in der geschlossenen Abteilung waren, hatten im Zusammenhang mit dem Feuer das Krankenhaus unerlaubt verlassen und wurden seitdem gesucht, bestätigt Andrea Janssen, die Pressesprecherin der Trägergesellschaft. Sie betonte, dass von den beiden Personen keine Gefahr für andere Menschen ausgehe. Dieser Einschätzung schloss sich auch der Oberarzt der psychiatrischen Abteilung, Dr. Arne Esse, an. Am Nachmittag hat sich aber eine der beiden Personen bereits wieder in der Klinik eingefunden, teilte Thomas Weege, stellvertretender Standbrandmeister mit.

Brandursache ist noch unklar

Im Einsatz waren am Morgen rund 80 Feuerwehrleute aus Norden sowie das Deutsche Rote Kreuz und der Rettungsdienst. Auch ein Rettungshubschrauber aus Sanderbusch war vor Ort. Der Brand konnte nach ungefähr einer halben Stunde gelöscht werden, sagte Einsatzleiter Thomas Kettler. Die Löscharbeiten seien auch dadurch erleichtert worden, dass das Gebäude ein eingeschossiger Flachbau sei, der an der Klinik nach hinten gelegen sei, fügte die Medizinische Geschäftsführerin hinzu. So hätte die Feuerwehr mit ihren Löschfahrzeugen leichter an das Gebäude herankommen können.

Das Feuer sei in dem Zimmer des schwerst verletzten Patienten ausgebrochen, so Andrea Janssen. Zur Brandursache wollte sie mit Verweis auf die laufenden Polizeiermittlungen keine weiteren Angaben machen. Die Polizei schätzt die Höhe des Schadens auf eine fünfstellige Summe.

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