Leer

Verkehr

Ein Toter bei schwerem Unfall auf der A 31

An dem Unfall waren neben dem Autotransporter fünf Fahrzeuge beteiligt. Bild: Loger

Von Sebastian Bete

Auf der A 31 bei Leer ist am Sonnabendvormittag ein 57 Jahre alter Mann aus Oberhausen bei einem schweren Unfall ums Leben gekommen. 19 weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Ein Lastwagen war auf das Ende eines Staus aufgefahren.

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Weener/Leer - Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 31 bei Leer ist am Sonnabendvormittag ein 57 Jahre alter Mann aus Oberhausen ums Leben gekommen. Wie der Leeraner Feuerwehr-Sprecher Dominik Janßen mitteilte, wurden 19 weitere Personen verletzt – vier von ihnen schwer, darunter auch ein Kind.
Mehrere Hubschrauber wurden angefordert. Bild: Loger

Gegen 11.20 Uhr war der Fahrer eines Autotransporters auf der A 31 in Richtung Leer unterwegs. Aus bislang unbekannten Gründen fuhr der 31 Jahre alte Mann auf das Ende eines Staus auf. Der Stau hatte sich nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei aufgrund einer einspurigen Verkehrsführung vor dem Emstunnel gebildet. Der Unfall ereignete sich zwischen den Anschlussstellen Weener und Jemgum in der Nähe des Parkplatzes Rheiderland. Der Fahrer des Autotransporters blieb unverletzt.

Vier Rettungshubschrauber im Einsatz

Völlig zerstört wurde dieser Wagen. Bild: Loger

Durch die Wucht des Aufpralls wurden mehrere Wagen aufeinandergeschoben, sechs Personen in ihnen eingeklemmt. Sie wurden von den Einsatzkräften befreit. Vor Ort waren insgesamt rund 160 Helfer – von den Feuerwehren der Stadt Weener und der Gemeinde Bunde sowie der Kreisfeuerwehr, von Rettungsdiensten und der Notfallseelsorge sowie von den Schnellen Einsatzgruppen DRK, ASB und Malteser. Angefordert wurden zudem auch vier Rettungshubschrauber.

„Neben dem Laster waren fünf weitere Fahrzeuge an dem Unfall beteiligt“, sagte Heike Rogner, Sprecherin der Polizei in Leer. In diesen Wagen waren auch Hunde, die verletzt wurden. Sie wurden zu Tierärzten in der Umgebung gebracht. Ein Hund musste eingeschläfert werden.

Zahlreiche Einsatzkräfte wurden auf die Autobahn gerufen. Bild: Loger

Schwierige Anfahrt für Rettungskräfte

Für die Einsatzkräfte gestaltete sich die Anfahrt mehr als schwierig, teilt Feuerwehr-Sprecher Janßen mit: „Nicht nur, dass die Rettungsgasse nicht ordentlich gebildet wurde, sondern viele Personen hatten ihre Fahrzeuge verlassen, um sich die Beine zu vertreten oder um nachzusehen, warum es nicht weiter ging. So war es natürlich nur schwer möglich, die Autos schnell an die Seite zu fahren und wertvolle Zeit ging verloren.“

Die Fahrbahn der A 31 wurde in dem Bereich in beide Richtungen komplett gesperrt. Auch der Emstunnel konnte nicht passiert werden. „Die Sperrung wird voraussichtlich noch mehrere Stunden andauern“, sagte Rogner am Nachmittag und verwies auf die umfangreiche Unfallaufnahme und die Aufräumarbeiten. Gegen 15 Uhr wurde die Fahrbahn in Richtung Süden dann wieder freigegeben, drei Stunden später die Fahrbahn in Richtung Leer.

Durch die Wucht des Aufpralls überschlug sich ein Auto und blieb auf dem Dach liegen. Bild: Loger

Auswirkungen auf den Verkehr in Leer

Nach und nach leitete die Polizei die Fahrzeuge, die hinter dem Unfall standen, zurück zur Anschlussstelle Weener. Dort konnten sie die Autobahn verlassen.

Der Unfall hatte auch Auswirkungen auf den Verkehr in der Stadt Leer. Die von der Autobahn abgeleiteten Wagen sorgten dort für Verzögerungen. Auch die Umleitungsstrecken waren überfüllt.

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