Emden, Krummhörn & Hinte

Zeigt her die schönsten und schlimmsten Radwege

Claus Arne Hock
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Von Claus Arne Hock
| 31.05.2021 16:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
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Im September nehmen unter anderem die Gemeinden Krummhörn und Hinte sowie die Stadt Emden am Stadtradeln teil. Die OZ würde gerne wissen: Was sind die besten und schlimmsten Radwege?

Emden/Landkreis Aurich - Die Nachfrage nach Fahrrädern steigt immer weiter, Touristen und Einheimische nutzen die Zweiräder, egal ob mit oder ohne technische Unterstützung, gerne für Ausflüge durch Ostfriesland. Mit dem Nationalen Radverkehrsplan soll Deutschland außerdem bis 2030 ein Fahrradland werden.

Doch auch im Berufsleben wird das Thema Fahrrad immer wichtiger. Seit Jahren gibt es Initiativen, die den Umstieg aufs Rad für den Weg zur und von der Arbeit mit Aktionen befördern wollen. Einen ähnlichen Weg geht auch die Aktion „Stadtradeln“, die in diesem Jahr zum 14. Mal stattfindet. Mit dabei sind auch die Stadt Emden und der Landkreis Aurich – und somit auch die Gemeinden Krummhörn und Hinte. In beiden Gemeinden gibt es immer mal wieder Diskussionen um die Qualität der Radwege.

Was ist das Stadtradeln?

Die Aktion „Stadtradeln – Radeln für ein gutes Klima“ ist eine Kampagne des Netzwerks Klima-Bündnis. Die Teilnehmer sollen in einem festgelegten Zeitraum möglichst viele Kilometer mit dem Rad zurücklegen. Möglich sind sowohl Einzel- als auch Gruppenwertungen. Die Aktion soll CO2-Emissionen senken, den Klimaschutz stärken und den lokalen Radverkehr stärken.

Für die Wertung gestrampelt wird an 21 zusammenhängenden Tagen. Sowohl die Stadt Emden als auch der Landkreis Aurich haben hierfür den Zeitraum vom 5. bis 25. September gewählt. „Das bietet Raum für gemeinsame Aktionen mit dem Landkreis. Zudem ist angedacht, mit den Gemeinden Hinte und Krummhörn Aktivitäten aufeinander abzustimmen“, so Eduard Dinkela aus der Presseabteilung der Stadt Emden. Der Landkreis Leer strampelt zu einem ähnlichen Zeitpunkt, hier wurde die Zeit vom 1. bis 21. September gewählt. Der Landkreis Wittmund nimmt nach aktuellem Stand nicht teil.

Wer am Stadtradeln teilnehmen will und in einer bereits angemeldeten Kommune lebt, kann sich auf der Internetseite www.stadtradeln.de registrieren. Das Klima-Bündnis prämiert in fünf Größenklassen die fahrradaktivsten Kommunalparlamente sowie Kommunen mit den meisten Radkilometern. In beiden Kategorien werden zudem die jeweils besten „Newcomer-Kommunen“ je Größenklasse geehrt. Auf lokaler Ebene sind die teilnehmenden Kommunen angehalten, selbst Prämierungen vorzunehmen.

Wie gut sind die Radwege?

Doch der Wille zum Radfahren allein ist nur die eine Seite der Medaille. Auch das Drumherum muss stimmen. Während jeder die Verkehrssicherheit seines Rades selbst bestimmen kann, sind die Kommunen beim Thema Radwege gefragt. Und darüber wird im Radreiseland Ostfriesland immer wieder diskutiert.

Die Ostfriesen-Zeitung möchte daher wissen: Wie bewerten Sie die Radwege in Emden, der Krummhörn und Hinte? Speziell geht es uns um die schönsten und die schlimmsten Radwege in den drei Kommunen. Gerne machen wir uns auch direkt vor Ort ein Bild vom „schlimmsten“ und „besten“ Radweg. Schicken Sie uns Ihre „Nominierungen“ einfach an c.hock@zgo.de oder per Post an: Neuer Markt 28, 26721 Emden.

Dass es an der einen oder anderen Stelle Handlungsbedarf gibt, steht außer Frage. Erst jüngst hatte beispielsweise die Krummhörner Touristik einzelne Radwege aus ihrem Knotenpunktsystem entfernt. Der Grund: die Strecken konnten nicht mehr gefahrlos befahren werden. Auch die Gemeinde Hinte hat jüngst einen Weg von Hinte nach Emden saniert, weil ein Befahren kaum noch möglich war.

Was macht sichere Radwege aus?

„Die Infrastruktur für den Radverkehr sollte dabei, wie es für den Kfz-Verkehr selbstverständlich ist, grundsätzlich frei von Hindernissen und Gefahrenstellen sein, um eine sichere und zügige Fortbewegung zu gewährleisten“, heißt es auf der Seite des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur zum Nationalen Radverkehrsplan. In der Realität sei dies oft anders, so sei die Ausleuchtung bei Dunkelheit oft mangelhaft, Markierungen fehlen, die Beläge sind schlecht, es gibt Hindernisse am Rand oder auf dem Radweg und so weiter.

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