Stadtradeln
Krummhörn radelt nur inoffiziell mit
Im September ist in Aurich und Emden Stadtradeln angesagt. Auf die Frage nach den schlimmsten Radwegen in Krummhörn, Hinte und Emden gab es die ersten Rückmeldungen.
Krummhörn - Die Ostfriesen-Zeitung will wissen, was die besten und schlimmsten Radwege im Bereich Hinte, Krummhörn und Emden sind. Die ersten Rückmeldungen haben unsere Redaktion schon erreicht – und die Gemeindeverwaltung Krummhörn erteilt einer Kooperation beim Thema „Stadtradeln“ indirekt eine Absage.
„Die Radwege – da gibt es nichts zu beschönigen – könnten besser sein“, sagt Krummhörns Gemeindesprecher Fritz Harders auf Nachfrage. In der Krummhörn führen viele ausgewiesene Radwege über sogenannte Wirtschaftswege. Und da zeigen auch die ersten Rückmeldungen aus der Leserschaft: Die werden gerne gemieden. „Aus meiner Sicht ist [der schlimmste Radweg] der Fahrradweg zwischen Rysum (Gemeinde Krummhörn) und Wybelsum (Stadt Emden), denn es gibt ihn nämlich schlichtweg nicht“, schreibt beispielsweise eine Leserin, und weiter: „Über die Wirtschaftswege zu fahren, ist mir einfach zu halsbrecherisch“. Eben für diese Radverbindung mache sich auch die Gemeinde seit Jahren stark, allerdings bislang ohne sichtbares Ergebnis. „Erfreulich ist, dass der Radweg zwischen Grimersum und Wirdum inzwischen in Angriff genommen wurde“, so Harders. Allerdings: „Entlang der Landes- und Kreisstraßen unterliegt der Bau von Radwegen dem Land beziehungsweise dem Landkreis“, so der Gemeindesprecher. Wo es wie schnell vorangehe, unterliegt also nicht immer der Verantwortung der Gemeinde.
Wenig „Stadtradler“ in der Krummhörn?
Aber auch andere Strecken schneiden bei den Leserinnen und Lesern nicht gut ab. Sommerpolder – Deichstraße (von Wirdum Richtung Greetsiel), Sielmönken – ( Freepsum Richtung Uttum) „An den Schonungen“, Blauhaus – (Twixlum Richtung Campen) „Neuer Meedenweg“ / „Leege Weg“ und Rysum Richtung Knock (Knocksterstraße) werden als Beispiele für schlechte Radwege genannt.
Wie beliebt das Rad, zumindest in der Freizeit ist, zeigt aktuell die Diskussion um Greetsiel. Hier „verstopfen“ bei gutem Wetter die abgestellten Fahrräder der Gäste die Wege im Ortskern. Wie es beim Arbeitsweg bestellt ist, also wie viele Krummhörnerinnen und Krummhörner das Rad für den Weg zur Arbeit nutzen, darüber gebe es bei der Verwaltung keine Erhebungen, so Harders. „Augenscheinlich fahren aber die meisten Berufspendler wohl auch wegen der Entfernungen nach Emden und darüber hinaus mit dem Auto. Es sind eben keine ,Stadtradler‘“, so der Gemeindesprecher weiter. Daher plane die Gemeinde als Institution auch gegenwärtig nicht, sich an der Aktion „Stadtradeln“ zu beteiligen. Hinte und die Stadt Emden hatten hingegen signalisiert, dass es im September gemeinschaftliche Aktionen geben solle. Einzelne, beispielsweise die Partei „SWK“, in der Krummhörn beteiligen sich allerdings am Stadtradeln.
Doch Aktion hin oder her: Wie bewerten Sie die Radwege in Emden, der Krummhörn und Hinte? Das möchte die Ostfriesen-Zeitung weiterhin wissen. Speziell geht es um die schönsten/besten und die schlimmsten Radwege in den drei Kommunen. Gerne machen wir uns auch direkt vor Ort ein Bild vom „schlimmsten“ und „besten“ Radweg. Schicken Sie uns Ihre „Nominierungen“ einfach an c.hock@zgo.de oder per Post an: Neuer Markt 28, 26721 Emden.