Kommentar zur Woche
Der „Vorsitzende“ der Ostfriesland-AfD ist eine Lachnummer
Der Mann, der sich für den Vorsitzenden des AfD-Kreisverbandes Ostfriesland hält, agiert mit viel Ungeschick: Professor Dr. Reiner Osbild. Wie er seine Partei in die Bedeutungslosigkeit führt.
Asche auf mein Haupt! Monate lang habe ich ein Mönchengladbacher AfD-Mitglied zu den (Un-) Geschicken des AfD-Kreisverbandes Ostfriesland befragt. Weil ich diesen Mann für den ostfriesischen AfD-Chef hielt: Professor Dr. Reiner Osbild. Er selbst hält sich immer noch für den Vorsitzenden. Obwohl er – laut AfD-Bundesvorstand – bei keiner Vorstandswahl dem Kreisverband angehörte.
2018 hat er es geschafft, dass die Landes-AfD den ostfriesischen Kreisvorstand abgesetzt hat, als dessen kommissarischer Vorsitzender er firmierte, und den ostfriesischen Kreisverband nicht anerkannt hat, als dessen Vorsitzender er auftrat. Osbild ist längst zu einer politischen Lachnummer geworden. Unter seiner Führung ist die AfD ein Garant für Pleiten, Pech und Pannen – politisch ist von ihr fast nichts zu hören.
Konspirativ organisierter Kreisparteitag ohne Presse
Auch beim konspirativ organisierten Kreisparteitag am Montag will Osbild keine Journalisten reinlassen. Gleichzeitig beschwert er sich, dass unsere Redaktion keinen persönlichen Kontakt zur AfD pflege. Und nichts darüber geschrieben werde, „wie die Mehrheit der Partei tickt“. Er hält sich eben nicht nur für einen AfD-Vorsitzenden, sondern auch für ein Opfer der Presse. Weil sie keine Antworten von ihm druckt, die er verweigert hat. Das finden Sie unlogisch? Dann halten Sie sich vermutlich auch nicht für den AfD-Chef Ostfrieslands …
@ Den Autor erreichen Sie unter a.ellinger@zgo.de