Mobilität

Rad, Auto oder ÖPNV? Wie sind die Ostfriesen unterwegs?

Claus Arne Hock
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Von Claus Arne Hock
| 25.06.2021 16:32 Uhr | 3 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
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Verkehrswende schön und gut, aber wie ist die tatsächliche Situation in Ostfriesland? Das will die Ostfriesen-Zeitung mit einer kurzen Umfrage herausfinden. Also ran an die Tasten!

Was und warum

Darum geht es: Wie praktikabel ist das Rad für den Weg zur Arbeit in Ostfriesland?

Vor allem interessant für: Autofahrer, Radfahrer, Busfahrer, Bahnfahrer jeglichen Alters und Geschlechts

Deshalb berichten wir: Es fehlen belastbare Zahlen darüber, wie viele Menschen in Ostfriesland das Rad für den Weg zur Arbeit nutzen.

Den Autor erreichen Sie unter: c.hock@zgo.de

Ostfriesland - Schon die britische Rockband Queen sang Lobeshymnen auf das Fahrrad – und in den vergangenen Jahren wird immer häufiger von „Rad statt Auto“ gesprochen. Doch wie weit ist die Verkehrswende in Ostfriesland? Das möchte die Ostfriesen-Zeitung mit einer Umfrage herausfinden.

Das Problem: Wirklich aktuelle Zahlen zur Fahrradnutzung, gerade für den Arbeitsweg, gibt es nicht. Beispiel Emden: 2007 und 2008 wurden hier letztmals Daten zur Radnutzung erhoben. Für die ländlichen Kommunen gibt es hingegen kaum Daten.

Wie kommen die Ostfriesen zur Arbeit?

Dabei ist Emden eine fahrradfreundliche Stadt, das hat zumindest der ADFC-Fahrradklima-Test 2020 zuletzt gezeigt. 250 Personen bewerteten die Seestadt auf ihre Fahrradfreundlichkeit hin. „Wir erreichten im Bundesvergleich in der Ortsgrößenklasse 50.000 bis 100.000 Einwohner*innen einen guten Platz 8 mit einer Gesamtbewertung von 3,5 (Schulnote)“, so die Stadt dazu auf Nachfrage. 110 Kommunen hatten in der Ortsgrößenklasse an dem Test des ADFC teilgenommen. „Als besondere Stärke in der Einzelbewertung gilt die Erreichbarkeit des Stadtzentrums, das Radfahren durch Alt und Jung sowie das zügige Radfahren.“

Doch das sagt wenig über den Weg zur Arbeit aus. Denn obwohl es viele Einpendler nach Emden gibt, wohnen und arbeiten auch viele Menschen in der Stadt: 13.430 „Binnenpendler“ gibt der Pendleratlas für Emden aus. Für die Stadt Aurich sind es 25.467, Leer kommt auf 18.587. Fahren diese Menschen – und natürlich auch die Aus- und Einpendler – alle mit dem Auto? Welche Rolle spielen Fahrräder und der Öffentliche Personennahverkehr, auch gerade in den ländlichen Gebieten?

Mehr Räder = mehr Nutzung?

Die Verkaufszahlen für Fahrräder und Pedelecs/E-Bikes legen nahe, dass Zweiräder an Beliebtheit gewinnen. Die Wirtschaftsdaten der deutschen Fahrradindustrie für das Jahr 2020 besagen unter anderem: Der Absatz (in Stück) an Fahrrädern und E-Bikes lag 2020 mit 5,04 Mio. Einheiten um 16,9 Prozent über dem Vorjahr. Außerdem wurden 2020 insgesamt 43,4 Prozent mehr E-Bikes verkauft als im Jahre 2019. Aktionen wie das „Stadtradeln“ sollen den Umstieg vom Auto auf das Rad unterstützen – auch viele Städte und Kommunen in Ostfriesland nehmen hier wieder teil.

Die Umfrage der Ostfriesen-Zeitung dauert nur rund fünf Minuten und richtet sich explizit an alle Ostfriesinnen und Ostfriesen sowohl in den Städten als auch den ländlichen Kommunen. Denn was für die Stadt gut klingt, muss im ländlichen Raum nicht unbedingt funktionieren. Wir wollen unter anderem wissen, wie lang die Arbeitswege sind und wer welches Fortbewegungsmittel nutzt – auch in der Freizeit. Die Umfrage startet an diesem Sonnabend, die Teilnahme ist kostenlos.

Außerdem suchen wir Menschen, die trotz größerer Entfernungen (fast) immer das Rad benutzen. Wer hier seine Erfahrungen teilen will, kann sich gerne unter c.hock@zgo.de bei uns melden.

Zur Umfrage: https://www.oz-online.de/-themen/umfrage-mobilitaet-in-ostfriesland

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