Landwirtschaft
So hat der Bauer Zukunft
Die Zukunftskommission Landwirtschaft hat sich auf einen Abschlussbericht geeinigt. Er soll aufzeigen, wie ökonomische und ökologische Interessen in der Landwirtschaft zusammengebracht werden können.
Der Streit um eine zukunftsfähige Landwirtschaft hat zu einer politischen Lähmung geführt. Die amtierende Bundesregierung hat wenig erreicht. Notwendige richtungsweisende Entscheidungen blieben weitestgehend aus. Interessenskonflikte etwa zwischen Tier- und Umweltschutz wurden eher noch angeheizt. Es waren die Landwirte mit ihren Massenprotesten, die auf die verzweifelte Situation auf den Höfen aufmerksam gemacht haben. Das Ergebnis war die Einberufung einer Zukunftskommission: Alle Kontrahenten der öffentlichen Debatte wurden versammelt.
Rückblickend war das wohl die beste agrarpolitische Idee dieser Regierung. Der jetzt vorliegende große Agrarkonsens ist eine echte Errungenschaft. Eine gesellschaftlich akzeptierte, Tier- und Umweltschutzaspekte berücksichtigende Landwirtschaft ist also doch möglich. Unter zwei Voraussetzungen: Wenn die Gesellschaft bereit ist, mehr für die Landwirtschaft und ihre Produkte zu zahlen. Und wenn die Politik den Weg in die bessere Agrarzukunft mit entsprechenden rahmenrechtlichen Leitplanken versieht.
Das wird Aufgabe der kommenden Regierung. Inwieweit diese sich für die Ergebnisse eines Projekts der Vorgängerregierung interessiert oder doch lieber eigene Ideen entwickelt, bleibt abzuwarten. Gestritten jedenfalls wurde genug. Nun muss es auch mal vorangehen.