Verkehr

L 3 zwischen Canum und Groß Midlum: IHK kritisiert Sperrung

| | 07.07.2021 17:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Der Radweg zwischen Canum (Krummhörn) und Groß Midlum (Hinte) soll saniert werden. Dass dafür die Landesstraße gesperrt werden soll, kritisiert die Industrie- und Handelskammer scharf.

Krummhörn/Hinte - Die Industrie- und Handelskammer (IHK) für Ostfriesland und Papenburg kritisiert die angekündigte Vollsperrung der Landesstraße 3 zwischen Canum (Gemeinde Krummhörn) und Groß Midlum (Gemeinde Hinte). Dort soll der Radweg saniert werden. Die IHK nennt die geplanten Sperrungen „bürokratische Auswüchse“.

Die Landesstraßenbaubehörde in Aurich hat die Sanierung des Radwegs für Mitte Juli angekündigt. In der Bauzeit von bis zu vier Wochen muss nach Angaben der Behörde aus Arbeitsschutzgründen auch die daneben liegende Landesstraße komplett gesperrt werden. Die IHK hält eine solche Vollsperrung für problematisch. „Neben den Einheimischen nutzen auch viele Gäste und Touristen diese Verbindung“, schreibt sie.

Warum nicht Landesstraße mit sanieren?

Der Vorsitzende des IHK-Verkehrsausschusses, Jakob Weets, fordert ein anderes Herangehen: „Arbeitsschutz ist wichtig – aber gerade an dieser Stelle, wo zwischen Radweg und Straße ein Graben verläuft, sollte auch eine halbseitige Sperrung genug Schutz bieten.“ Die Straßenbaubehörde setze rechtliche Vorgaben um, aber die Politik müsse darüber nachdenken, „ob wir uns nicht selber zu sehr blockieren“.

Gleichzeitig bemängelt die IHK, dass – sollte sich eine Vollsperrung aufgrund der Vorgaben nicht umgehen lassen – man nicht gleichzeitig die Fahrbahn der Straße saniert. Hier müsse auch dringend etwas passieren. „Vermutlich kommt dann die nächste Vollsperrung – eigentlich hätte sich das jetzt in einem Rutsch erledigen lassen.“ Auch hier brauche man weniger Bürokratie und mehr Flexibilität, fordert Weets.

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