Upleward

Eiserne Zäune ein Stein des Anstoßes

Fritz Harders
|
Von Fritz Harders
| 25.08.2012 08:00 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Artikel teilen:

Die Uplewarder sind über die Schmiedekunst in ihrem Dorf geteilter Meinung. Der Finanzexperte David Fokke Folkerts-Landau, der aus dem Ort stammt, hat den kanadischen Künstler Guisseppe Lund mit der Fertigung beauftragt. Für die Kritiker ist es inzwischen ein bisschen zu viel des Guten.

Upleward - Schmiedeeisernes Kunstwerk, das zumeist als Grundstücksbegrenzung Verwendung findet, stößt in Upleward nicht auf ungeteilte Zustimmung. Einigen Leuten ist es inzwischen ein bisschen zu viel des Guten. Eine 47-Jährige Uplewarderin, die ungenannt bleiben möchte, stört sich besonders an der neuen Brücken, die zum Soldaten-Ehrenmal führt, das auf einer Insel im Ortskern steht. Ein künstlerisch zu bewertendes Stangengewirr dient als Geländer. Aber auch die langen Zäune, die in der letzten Zeit um einige große Grundstücke im Dorf gezogen worden sind, sind für sie irritierend. Die 47-Jährige spricht von Stahlhecken, die deplatziert wirken. Sie wisse auch von anderen Leuten, die mittlerweile einen kritischen Blick auf die „überbordende Schmiedarbeiten“ haben. Offene Kritik äußert aber bisher noch keiner.

Das mag an den Auftraggeber liegen. Dem gebürtigen Uplewarder David Fokke Folkerts-Landau, der es in Bankkreisen zu Geld und Ansehen gebracht hat. Er lebt zwar inzwischen in Großbritannien und den USA, hält aber immer noch Verbindung zu seinem Heimatdorf. Dort hat er auch Grundstücke und ein eigenes Haus. Für viele gilt David Fokke Folkerts-Landau als Wohltäter.

Die Werke sind der Pflanzenwelt nachempfunden

So auch für Sieger Goldenstein. Ratsmitglied der SWK. Er kann gar nicht nachvollziehen, dass es Töne des Missfallens im Ort gibt. „Wir hätten auch gar keine Brücke zum Ehrenmal haben können“, sagt er. Es sei Folkerts-Landau zu verdanken, dass es eine neue Brücke gebe. Der Mann habe ohnehin sehr viel für den Ort getan. Sieger Goldenstein verweist auf einige Nachbardörfer, die verwahrloste Ortskerne hätten. Folkerts-Landau hatte schon vor längerer Zeit eine Eingangspforte für Kirche und Friedhof gestiftet, die von ihm bei dem kanadischen Künstler Guiseppe Lund in Auftrag gegeben worden waren. Von ihm stammen auch die übrigen Schmiedearbeiten, bei denen sich der Künstler an der Natur orientiert. Seine Werke sind der Pflanzenwelt nachempfunden.

Uplewards Ortsvorsteher Manfred Harms wies darauf hin, dass der Auftraggeber nicht ohne die Zustimmung der kirchlichen und politische Gemeinde gehandelt habe, soweit es isch um öffentlich Plätze handelt. Auch er erinnerte daran, dass man ohne Folkerts-Landau keine Brücke zum Ehrenmal bekommen hätte, schon gar nicht kostenlos. Über die Ausführung könne man aber tatsächlich geteilter Meinung sein. Allerdings habe der Künstler die Arbeit noch nicht vollendet. Er werde im Herbst noch einmal kommen, um die Brücke noch mit ortstypischen Ornamenten zu versehen.

Ähnliche Artikel