Schweinepest

Gefahren nicht vergessen

Dirk Fisser
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Von Dirk Fisser
| 16.07.2021 17:53 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
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2021 ist ein echtes Seuchenjahr. Der jüngste Nachweis der Afrikanischen Schweinepest wirft die Frage auf: Wie passt diese Gefahr zusammen mit Frischlufthaltung von Schweinen?

Drei große Seuchen grassieren derzeit in Europa: Corona, die Vogelgrippe und die Afrikanische Schweinepest. Nun hat die Covid-Pandemie in den vergangenen Monaten in der öffentlichen Wahrnehmung das übrige Seuchengeschehen in den Schatten gestellt, auch weil Corona für Menschen gefährlich ist, die beiden anderen Erreger in den jetzigen Varianten nur für Tiere.

Dirk Fisser
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Jetzt also die Afrikanische Schweinepest, ein ebenfalls tödlicher Erreger. Kaum auszudenken, was los wäre, wenn die Infektion nicht in einem Biobetrieb, sondern in den Schweine-Hochburgen von Niedersachsen oder Nordrhein-Westfalen nachgewiesen worden wäre. Fehlende Impfstoffe sind ein Problem. Die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft wären gut beraten, hier die Wissenschaft entsprechend zu fördern.

Auch die Intensität der Tierhaltung in manchen Regionen ist ein Faktor. Bei den vielen Zielkonflikten, die derzeit auf der Landwirtschaft lasten, darf in der Diskussion die Seuchengefahr nicht vergessen werden. Die vor Kurzem von Aldi angekündigte Umstellung der Tierhaltung auf offene Ställe ist zumindest in Regionen mit zig Millionen Nutztieren kaum vorstellbar, wenn tödliche Erreger wie die Schweinepest außerhalb der Ställe grassieren.

@ Den Autor erreichen Sie unter mantel@zgo.de

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