Frauenorte
Späte Würdigung hätte ihr gefallen
In Pewsum wird an Dr. Hermine Heusler-Edenhuizen, Deutschlands erste Frauenärztin, erinnert. Die Gleichstellungsbeauftragte Hannelore Jürgler würdigt die Aktion des Heimatvereins Krummhörn.
Pewsum - Die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Krummhörn, Hannelore Jürgler, hatte vor zehn Jahren die Initiative dafür gestartet, dass der niedersächsische Landesfrauenrat die Ortschaft Pewsum in der Gemeinde Krummhörn am 16. März 2021 zum Frauenort in Gedenken an Dr. Hermine Heusler-Edenhuizen, Deutschlands erste Frauenärztin, benannte. Sie würdigt das Engagement des Heimatvereins Krummhörn.
Frage: Was halten Sie davon, dass Hermine Heusler-Edenhuizen jetzt als lebensgroße Figur in der Manningaburg sitzt.
Hannelore Jürgler: Ich freue mich über das große Engagement des Heimatvereins, der keine Kosten und Mühen gescheut hat, mit der Figur und dem Original-Tisch der Familie Edenhuizen die Ausstellung zum „FrauenOrt Dr. Hermine Heusler-Edenhuizen“ weiter auszubauen. Im ersten Moment meint man, sie sitzt da wirklich. Das wird die Attraktivität der Ausstellung steigern und den Personen, die den FrauenOrt Pewsum gezielt besuchen, viel Freude bereiten.
Frage: Sie kennen die Gedankenwelt von Hermine Heusler-Edenhuizen. Was hätte sie ihrer Meinung nach wohl gesagt zu dem Trubel, der um ihre Person gemacht wird?
Jürgler: Ich glaube, dass sie durch die späte Würdigung ihrer Person durchaus eine Genugtuung verspürt hätte und zu sich selber sagen würde: „Der Kampf hat sich doch gelohnt, aber wir dürfen nicht nachlassen, wir sind noch lange nicht am Ziel!“
Frage: 2022 jährt sich der Geburtstag von Hermine Heusler-Edenhuizen zum 150. Mal. Planen Sie aus diesem Anlass etwas?
Jürgler: Ja, eine Veranstaltung zum 150. Geburtstag im März 2022 habe ich bereits in Planung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden ebenfalls viel Freude an der lebensgroßen Figur haben.