Fußball
TuRa setzt in Heimspielen auf Freitagabend-Atmosphäre
Westrhauderfehn trägt fünf seiner Heimpartien jeweils an einem Freitagabend aus und hofft dabei auf die Unterstützung seiner Fans. Die TuRaner starten derweil mit einem verjüngten Kader in die Saison.
Westrhauderfehn - Mit einem verjüngten Kader gehen die Fußballer von TuRa 07 Westrhauderfehn in die neue Landesliga-Saison. Neuer Trainer ist der bisherige Antreiber und Torschütze Erhan Colak (40). Mit ihm scheiden Innenverteidiger Tobias Fischer (31), der seine Karriere beendet, sowie Marcel Degner (29), der eine Pause einlegt, aus. Der 24-jährige Lenard Buscher pausiert studienbedingt.
Neu dabei sind Timo Mansholt aus der eigenen U19, der erst 17-jährige Jasper Weber vom JFV Leer und der 20-jährige Mathis Flügge, der in der Winterpause von Frisia Loga kam, aber auch schon zwei Oberligaspiele für den BSV Kickers Emden absolvierte.
TuRa 07 Westrhauderfehn
Zugänge: Timo Mansholt (eigene A-Jugend), Jasper Weber (JFV Leer), Mathis Flügge (Frisia Loga, in der Winterpause).
Abgänge: Tobias Fischer (Karriereende), Lenard Buscher (Studium), Marcel Degner (pausiert), Daoud Jajan (Frisia Loga, in der Winterpause), Julian Marchlewitz (VfB Uplengen, in der Winterpause).
Tor: Enno Bunger, Hendrik Gossmann.
Abwehr: Max Möhlmann, Onno Janßen, Henning Meyer, Felix Douwes, Kevin Lüpkes, Mathis Flügge.
Mittelfeld: Sönke Weßling, Mathis Buscher, Matthias Malchus, Ole Eucken, Malte Eucken, Marcel Hinz, Lukas Kirschner, Jasper Weber.
Angriff: Pascal Menken, Frank Waden, Benjamin Lünemann, Timo Mansholt.
Trainer: Erhan Colak (seit Juli 2021).
Co-Trainer: Dennis Rose (seit 2016), Frank Bajen (seit Juli 2021).
Co-Trainer und Teammanager: Axel Woldenga (seit 2009).
Der interessanteste Neuzugang
Alle drei Neuzugänge sind noch sehr jung. Timo Mansholt schoss die B-Junioren mit 52 Treffern in die Bezirksliga, musste danach aber nach einem Beinbruch und der Corona-Pause fast zwei Jahre lang zusehen. Mittlerweile zeigt er als Einwechselspieler gute Ansätze. „Jasper Weber und Mathis Flügge spielten beim 2:0 gegen Frisia Loga im Bezirkspokal einen starken Abwehrpart und rechtfertigten ihren Starteinsatz“, sagt Coach Erhan Colak.
So tickt der Trainer
Erhan Colak ist ein Vollblut-Fußballer. Das merkte man beim Abschlussspiel im Training. Da geht es noch voll zur Sache. Doch auch, wenn der ehemalige Oberligaspieler, der seit 2018 für die Fehntjer aufläuft, im letzten Pflichtspieleinsatz beim 5:1 in Wildeshausen noch doppelt traf, will er nicht wieder auf das Spielfeld zurück. Seinen ersten Erfolg als Coach feierte der gebürtige Lohner als Spielertrainer von Grün-Weiß Firrel 2015 mit dem Aufstieg in die Landesliga. Jetzt will Colak nur noch an der Außenlinie agieren. „Ich gebe das Spielsystem vor, korrigiere notfalls. Den Rest müssen die Jungs auf dem Platz machen – auch das Toreschießen.
Der andere Blick in den Kader
Im Kader herrscht seit vielen Jahren nur eine geringe Fluktuation. Zehn Spieler, die bei der Meisterschaft 2016 dabei waren, gehören auch jetzt noch dem Kader an. Nur Enno Bunger, Mathias Malchus und Benjamin Lünemann haben die 30 überschritten. Beruflich ist die Mannschaft bunt gemischt. Mit Sönke Weßling, Felix Douwes und Lukas Kirschner sind drei Polizisten dabei.
Das sind die Ziele
Eindeutiges Ziel ist der Klassenerhalt. Die abgebrochene Saison endete zwar mit einem klaren 5:1-Erfolg in Wildeshausen und die Niederlagen in Wilhelmshaven und gegen Papenburg waren unglücklich, doch insgesamt fehlte die Konstanz. Nachdem einige Stammspieler nicht mehr dabei sind, ist die Ausgangslage nicht besser geworden. „Dem Kader und den Verantwortlichen ist die Schwere der Aufgabe bei mindestens sechs Absteigern von 19 Teams be-wusst. Eine solche Quote ist brutal und sportlich mehr als fraglich“, sagt Fußballobmann Christian Schulte. „Es muss dringend eine Reform ausgearbeitet werden, durch die es weni-ger Aufsteiger aus der Bezirksliga gibt, oder die Landesliga spielt dauerhaft in zwei Staffeln mit Auf- und Abstiegsrunde.“
Das ist bei den Heimspielen besonders
Die TuRaner bestreiten nach drei Sonntags-Heimspielen die restlichen fünf Heimspiele alle freitagabends. Durch die 2017 errichtete Flutlichtanlage sind die TuRaner auf den Geschmack dieser besonderen Atmosphäre gekommen. „Die Jungs fühlen sich da richtig wohl, vielleicht können wir in diesen Spielen mit der Unterstützung unser tollen Fans überraschen und Punkte sammeln“, sagt Christian Schulte.
Der Gourmet-Tipp bei Heimspielen
Das Thekenteam, das auch schon als „TuRaner des Jahres“ ausgezeichnet wurde, hält jede Menge leckere Spezialitäten bereit. Die Bratwurst schaffte es auch schon bei einer Stadionumfrage weit oben in die Rangliste der „leckersten Bratwurst“. Bei den weiblichen Fans in „Block B“ ist der etwas süße Sekt der Renner. Fassbier gibt es auch auf einem Holzbrett meterweise.
Unsere Prognose
Für die Fehntjer, die nach der abgebrochenen Saison eigentlich als Aufsteiger ins Rennen gehen, dürfte es schwer werden, bei insgesamt sechs Absteigern die Klasse zu halten. Ein Platz unter den ersten vier in der Vorrunde ist nicht zu erwarten, so dass die Abstiegsrunde entscheidend sein wird. Es gilt, möglichst viele Punkte in diese Runde, in die es dann nur noch gegen Mannschaften der Staffel B geht, mitzunehmen.