Fußball

Weusthof will mit „Papenburger Jungs“ in die Aufstiegsrunde

Marco Reemts
|
Von Marco Reemts
| 06.08.2021 12:29 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
BW-Trainer Alo Weusthof (hinten links) freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Neuzugängen (hinten, von links) Krystian Tomaszewski, Calvin van den Wildenberg, Marvin Rohe, René Akkermann, Physiotherapeut Christian Rademaker sowie (vorne von links) Marek Akkermann, Oliver Grünefeld, Nick Lammers, David Schwennen und Jonas Hiller. Es fehlen Finn Heidelberg und Niklas Kohne. Foto: Reemts
BW-Trainer Alo Weusthof (hinten links) freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Neuzugängen (hinten, von links) Krystian Tomaszewski, Calvin van den Wildenberg, Marvin Rohe, René Akkermann, Physiotherapeut Christian Rademaker sowie (vorne von links) Marek Akkermann, Oliver Grünefeld, Nick Lammers, David Schwennen und Jonas Hiller. Es fehlen Finn Heidelberg und Niklas Kohne. Foto: Reemts
Artikel teilen:

Seit drei Jahren trainiert Alo Weusthof den Fußball-Landesligisten Blau-Weiß Papenburg. Der 63-Jährige setzt auf Offensivfußball. Seine Mannschaft will er in die Aufstiegsrunde führen.

Papenburg - Blau-Weiß Papenburg startet bereits an diesem Freitag in die neue Landesliga-Saison. Um 19 Uhr erfolgt der Anpfiff beim VfL Wildeshausen.

Die BW Mannschaft besteht größtenteils aus „Papenburger Jungs“, die direkt aus der Stadt oder dem näheren Umkreis kommen. Eine Konstante ist Trainer Alo Weusthof. Der 63-Jährige ist seit rund drei Jahren bei BW Papenburg. Er ist ein Verfechter des Offensivfußballs.

Der interessanteste Neuzugang

BW Papenburg hat fünf externe Neuzugänge. Bereits im Winter wechselte der ehemalige polnische Zweitligaspieler Krystian Tomaszewski von Kickers Emden nach Papenburg. Vom SV Concordia Ihrhove kehrte das Bruderpaar René und Marek Akkermann zu den Blau-Weißen zurück. Der interessanteste Zugang kommt mit Jonas Hiller allerdings aus der eigenen U19. Der Innenverteidiger absolvierte bereits Teile der Vorbereitung im vergangenen Jahr und könnte nun die Rolle von Fabian Cordes einnehmen, der wegen seines Studiums kaum zur Verfügung stehen wird. „Von den Nachrückern aus der Jugend ist Jonas Hiller am weitesten und hat daher auch schon im Bezirkspokal gespielt“, sagt Trainer Alo Weusthof

So tickt der Trainer

Fußball-Lehrer Alo Weusthof ist seit 31 Jahren als Trainer tätig. Seine größten Erfolge waren der Aufstieg mit dem TuS Lingen in die dritte Liga und das Erreichen der Aufstiegsrunde zur 2. Liga mit dem BSV Kickers Emden. Beim SC Blau-Weiß 94 Papenburg ist Weusthof seit Oktober 2019 im Amt. Der 63-Jährige ist ein Verfechter des Offensivfußballs. „Ich denke sehr offensiv, ohne dabei die Defensive zu vernachlässigen. Das ist mein Grundgedanke, den ich der Mannschaft vermitteln will“, sagt Weusthof. Den Saisonauftakt am Freitag beim VfL Wildeshausen verpasste der Fußball-Lehrer aus privaten Gründen – in seiner gesamten Trainerzeit war es erst das dritte Spiel, bei dem er nicht dabei war.

Der andere Blick in den Kader

Der Kader der Blau-Weißen ist bunt gemischt. Neben Schülern und Studenten arbeiten die Spieler im Büro, der Verwaltung und auch im Handwerk. Auffällig ist, das ein großer Teil der Mannschaft direkt aus Papenburg oder der näheren Umgebung kommt. „Das ist schon etwas Besonderes, und ja nicht immer so üblich. Ich finde das richtig gut“, sagt Weusthof.

Das sind die Ziele

„Unser Ziel ist es, an das Leistungsniveau aus dem vergangenen Jahr anzuknüpfen und so erfolgreich wie möglich zu sein. Wichtig und auch gewollt ist die Heranführung der jungen Kicker an das notwendige Leistungsniveau – natürlich mit der erforderlichen Geduld“, sagt Weusthof. Die abgebrochene Saison beendete Papenburg auf dem zweiten Platz – den Ausgang der kommenden Spielzeit hält der Coach für völlig offen. „Wir peilen einen Platz in der Aufstiegsrunde an, da sind wir aber einer von mehreren. Dieses Ziel möchte ich erreichen, dazu brauchen wir aber alle Mann an Bord“, sagt Weusthof.

Das ist bei den Heimspielen besonders

„Wir haben in der kommenden Saison viele Spiele am Freitagabend unter Flutlicht, das ist immer etwas Besonderes. Unsere Zuschauer im Sportpark stehen der Arbeit des Vereins wohlwollend gegenüber, gerade den jungen Spielern werden auch Fehler verziehen. Da ist das Publikum sehr geduldig geworden“, sagt Sportwart Jakob Krause-Heiber. Zudem erklingt bei Heimspielen die Blau-Weiß-Hymne von den „Singenden Timmerlüü“ um Ex-Trainer Manni Thomas. Die Musiker haben das Vereinslied des 1. FC Köln „Mer stonn zu dir FC Kölle“ auf den SC Blau-Weiß umgedichtet.

Der Gourmet-Tipp bei Heimspielen

Die Zuschauer im Sportpark können sich auf eine leckere Manta-Platte freuen. Alternativ dazu kann man seine Pommes oder Bratwurst natürlich auch alleine bekommen. Bei Sonntagsspielen wird im Clubheim Kuchen angeboten, Kaffee gibt es selbstverständlich auch. Das Bier im Sportpark wird neuerdings frisch gezapft.

Unsere Prognose

Der SC Blau-Weiß 94 Papenburg hat mit Marco Nakelski zwar seinen Mannschaftskapitän verloren, sich aber breiter aufstellen können. Sollte die Mannschaft von Trainer Alo Weusthof vom Verletzungspech verschont bleiben, sind ähnliche Leistungen wie im Vorjahr möglich. Unsere Prognose: BW Papenburg qualifiziert sich für die Aufstiegsrunde.

Ähnliche Artikel