Fußball

Saisonvorschau: Ein starkes Stück Fehn als Aushängeschild

Heiner Steenhoff
|
Von Heiner Steenhoff
| 10.08.2021 19:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Trainer Klaus Barghorn (rechts) und sein Co-Trainer Bi Le Tran (links) freuen sich über Neuzugang Kevin Ageev, der aus der eigenen Jugend den Sprung in die erste Mannschaft geschafft hat. Foto: Steenhoff
Trainer Klaus Barghorn (rechts) und sein Co-Trainer Bi Le Tran (links) freuen sich über Neuzugang Kevin Ageev, der aus der eigenen Jugend den Sprung in die erste Mannschaft geschafft hat. Foto: Steenhoff
Artikel teilen:

Der SV Großefehn hat sich in dieser Saison der Fußball-Bezirksliga viel vorgenommen. Noch präsentiert sich das Team von Klaus Barghorn sehr schwankend. Das soll sich ändern.

Großefehn - Auch beim SV Großefehn freut man sich, dass endlich wieder Fußball gespielt werden kann. „Die Inzidenzzahlen sind niedrig. Wir hoffen, dass die Saison wie geplant durchgeführt werden kann“, ist der neue SVG-Vorsitzende Erwin Bohlen optimistisch.

„Natürlich müssen aber noch gewisse Regeln eingehalten werden.“ Nach gut neun Monaten ohne geregeltes Training zeigte sich Trainer Klaus Barghorn beim Pressetermin aber noch nicht zufrieden. „Der Zusammenhalt ist da, jedoch stimmen die Ergebnisse noch nicht.“ Auch die letzten Spiele waren schwankend. Nach dem Sieg in der ersten Runde des Bezirkspokals gegen Germania Leer folgte die 0:1-Auftaktniederlage bei BW Borssum.

Der interessanteste Neuzugang

Bei den Fehntjern wird verstärkt auf den eigenen Nachwuchs gesetzt. Mit Kevin Ageev und Nils Zimmermann kommen zwei Talente aus der A-Jugend des SVG. Dazu rückt Bjarne Müller aus der U23 zur 1. Mannschaft auf. Mittelfristig soll dann Dennis Kuschel nach seinem zweiten Kreuzbandriss wieder vollständig fit werden, damit der derzeitige erste Torhüter Dennis Janßen wieder das Amt des Torwarttrainers übernehmen kann. Der einzige Neuzugang von außerhalb ist Janek Freudenberg, der von Frisia Loga nach Großefehn wechselt und als Typ optimal in die Gruppe passt. Eine interessante Verstärkung, allerdings nur für den Notfall, ist Trainer Klaus Barghorn.

So tickt der Trainer

Barghorn ist zwar gerade erst 40 Jahre alt geworden, kann mit seiner Fitness aber immer noch überzeugen und mischt auch im Training gerne mit. Dafür behält sein Co-Trainer Bi Le Tran, der aufgrund von schweren Knieverletzungen nicht mehr aktiv sein kann, von außen den Überblick. Eine gute Mischung, stellt der sportliche Leiter Tamme Bölts fest. Als Spielidee haben sich die Trainer vorgenommen, dass die Mannschaft das „gepflegte Kurzpassspiel“, wie es bereits in der vergangenen Hinserie gut umgesetzt wurde, weiter ausgebaut wird.

Der Kader:

Zugänge: Kevin Ageev (JSG Großefehn), Bjarne Müller (SV Großefehn U23), Janek Freudenberg (SV Frisia Loga).

Abgänge: Bent Bogena (SV Wallinghausen), Noah Moor (TuS Strudden), Yannik Weber (TuS Strudden).

Tor: Dennis Janssen, Tim Ziegler.

Abwehr: Ralf Aden, Arne Sievers, Andreas Hoffmann, Carsten Weiß, Helge Janssen.

Mittelfeld: Sven Adam, Tobias Hillers, Lennard Martens, Thomas Dirks, Stefan Hinrichs, Bjarne Müller, Janek Freudenberg, Lars Otto Krüsmann, Jannik Swieter.

Angriff: Kevin Ageev, Hauke Specht, Yahaya Berete, Shawn King.

Trainer: Klaus Barghorn, Bi Le Tran (seit Juli 2020).

Saisonziel: Erreichen der Meisterrunde.

Meisterschaftsfavorit(en): TuS Esens, TV Bunde.

Der andere Blick in den Kader

Mit vielfältigen Aktivitäten, auch neben der Zugehörigkeit zur Bezirksligaelf engagieren sich mehrere Spieler des SVG. So ist Helge Janssen im Vorstand des Fördervereins aktiv und wird dabei von Lars Otto Krüsmann unterstützt. Als Trainer sind Jannik Swieter für die Bambinis und Shawn King für die B-Jugend des Vereins tätig. In der Sport-Arge der Gemeinde arbeitet Carsten Weiß. Desweiteren übernehmen alle Spieler entweder eine Patenschaft für eine Kinder- oder Jugendmannschaft des SV Großefehn oder sind in einer Arbeitsgruppe aktiv, die im Rahmen der Agenda „SVG 2030“ ins Leben gerufen wurde.

Das sind die Ziele

Der SV Großefehn setzt auch zukünftig verstärkt auf Spieler, die bereits in der Jugend im Verein gespielt haben, in Großefehn wohnen oder arbeiten. So liegt dieser Anteil bei den diesjährigen Neuzugängen bereits bei über 75 %. Durch diesen Bezug zur Gemeinde wird das Motto des Vereins „Ein starkes Stück Fehn“ im Aushängeschild der Fußball-Sparte gelebt. Vor allem hofft man, dass durch die Zusammenarbeit mit dem TSV Holtrop, dem SV Spetzerfehn und dem SuS Strackholt in der JSG Großefehn, die Jugendlichen aus der Gemeinde für die Bezirksliga-Elf zu gewinnen, anstatt Spieler von außerhalb zu verpflichten. Als sportliches Ziel für diese Saison hat Trainer Barghorn das Erreichen der Aufstiegsrunde ausgegeben.

Das ist bei den Heimspielen wichtig

Wie bereits in den letzten Jahren, so ist man bestrebt, die Heimspiele am Samstag Nachmittag oder auch einmal am Freitag Abend unter Flutlicht auszutragen. Dabei scheuen sich die Verantwortlichen auch nicht vor der Konkurrenz der Bundesliga.

Der Gourmet-Tipp

Traditionell stärken sich in Großefehn die Zuschauer gerne an der „Bratwurstbude“ im Mühlenstadion. Neben Bier und alkoholfreien Getränken werden dort auch Pommes, vornehmlich an junge Zuschauer, verkauft.

Unsere Prognose

In der vergangenen Spielzeit steigerten sich die Fehntjer nach durchwachsenem Beginn mit fortlaufender Dauer und belegten beim Abbruch der Saison Anfang November 2020 schließlich den zweiten Tabellenplatz. Da sich die Stammelf nur wenig veränderte, ist Großefehn durchaus zuzutrauen die Aufstiegsrunde zu erreichen.

Ähnliche Artikel