Gesundheit

Nächster Schritt für Demenzzentrum Loppersum

Claus Arne Hock
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Von Claus Arne Hock
| 13.08.2021 12:43 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Entgegen dieser ersten Planung für das Demenzzentrum Loppersum werden die umliegenden Gebäude niedriger. Foto: IPS
Entgegen dieser ersten Planung für das Demenzzentrum Loppersum werden die umliegenden Gebäude niedriger. Foto: IPS
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Die ersten Pläne für das Senioren- und Demenzzentrum in Loppersum liegen aus. Es sollen auch Wohnungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem separaten Bereich entstehen.

Was und warum

Darum geht es: 2024 sollen die ersten Menschen ins Senioren- und Demenzzentrum in Loppersum einziehen können.

Vor allem interessant für: Diejenigen, die sich mit den Themen Demenz und Älterwerden auseinandersetzen; diejenigen, die sich für die medizinische Versorgung im weiteren Sinne interessieren.

Deshalb berichten wir: Der notwendige Bebauungsplan wurde jüngst in der frühzeitigen Beteiligung veröffentlicht. Das haben wir zum Anlass genommen, das Projekt und den aktuellen Stand etwas genauer darzustellen.

Den Autor erreichen Sie unter: c.hock@zgo.de

Loppersum - 2018 hatte sich der Rat der Gemeinde Hinte für die Planungen eines Senioren- und Demenzzentrums in Loppersum ausgesprochen. Seitdem liefen die Planungen im Hintergrund weiter. Nun wurde jüngst die „frühzeitige Beteiligung“ gestartet, damit liegt der Entwurf des notwendigen Bebauungsplanes erstmals aus.

Das Demenzzentrum soll im und rund um den Gulfhof Ringena in direkter Nachbarschaft zur Kirche entstehen. Realisiert wird das Zentrum durch die Firma IPS Projekte aus Lingen. „Wir liegen im Zeitplan“, sagt Paul Roosmann. Zumindest im aktuellen, denn zuvor hatte die Corona-Pandemie die Pläne etwas durcheinandergeworfen. Aber auch umfangreiche Vorarbeiten mussten durchgeführt werden. So wurde das Gelände unter anderem archäologisch untersucht.

Zwei separate Bebauungen

Wie dem Entwurf des Bebauungsplanes zu entnehmen ist, sollen auf dem rund 15.250 Quadratmeter großen Grundstück weitere Gebäude entstehen. Diese sollen „in einer rückwärtigen Lage“ zum Gulfhof gebaut werden, so dass ein „geschützter Innenhof als Aufenthaltsbereich entsteht“. Jegliche Neubauten sollen so angelegt sein, dass sie sich dem denkmalgeschützten Gulfhof „unterordnen“, um das Siedlungsbild nicht zu stören.

Aber nicht nur an der Schloßstraße, über die auch die Zuwegung zum Demenzzentrum ermöglicht werden soll, wird gebaut. Auch ein Stück entfernt an der Loppersumer Straße werden die Bagger anrollen. Hier plant IPS Projekte Dauerwohnraum für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Demenzzentrums. Aber auch Angehörige und Begleitpersonen sollen hier bei Bedarf unterkommen können. „Die Fläche eignet sich für bis zu fünf Einzelhäuser“, heißt es im Planungsentwurf.

Einzug für 2024 geplant

Läuft alles nach Plan, dann sollen die ersten Bewohnerinnen und Bewohner spätestens Mitte 2024 in das Zentrum einziehen können. „Wir rechnen mit einer reinen Bauzeit von ungefähr 15 Monaten“, so Roosmann auf Nachfrage. Sobald das Zentrum fertig ist, sollen auch die Loppersumer davon profitieren. Laut Roosmann soll das Demenzzentrum zum Teil auch als Begegnungsstätte dienen.

Im Gulfhof selbst soll die gemeinschaftliche Nutzung im Vordergrund stehen. Auch eine Küche und ein Restaurant sowie ein Seminarbereich sind geplant, „Kulturräume“ und „Themenräume für das örtliche Kunsthandwerk“ sind laut Planungsentwurf ebenfalls vorgesehen. Die Wohnungen für die Bewohner des Senioren- und Demenzzentrums sollen an den Gulfhof angrenzend errichtet werden.

Im Osten, zwischen den beiden im Planungsentwurf verzeichneten Bereichen befindet sich ein Landschaftspark. Dieser wurde als Teil einer Kompensationsmaßnahme eingelegt und soll künftig auch von den Bewohnerinnen und Bewohnern des Demenzzentrums genutzt werden können.

Aufgrund der Corona-Pandemie gebe es laut Roosmann zudem Pläne, das Demenz- und Seniorenzentrum auch für künftige ähnliche Ereignisse vorzubereiten. So seien Schleusen im Gulfhof und besonders eingerichtete Kontakt- und Besuchsräume denkbar.

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