Tourismus
Darum lässt es sich am Delft in Emden jetzt besser leben
Emdens erste Strandbar, der „Delftstrand“, ist am Montag am Hafentor eröffnet worden. Dort kann man sich nicht nur am, sondern auch auf dem Wasser vergnügen. Nur das Wetter spielt nicht mit.
Was und warum
Darum geht es: Überlegungen für eine Strandbar in Emden hat es in der Vergangenheit immer wieder gegeben. Jetzt ist ein Versuchsballon gestartet worden.
Vor allem interessant für: Bewohnerinnen, Bewohner und Gäste Emdens, die mitten in der Stadt das Gefühl von Sommer, Strand und Meer erleben wollen
Deshalb berichten wir: Emdens erste Strandbar, der „Delftstrand“, ist am Montag für die Dauer von sechs Wochen eröffnet worden. Den Autor erreichen Sie unter: h.mueller@zgo.de
Allerdings ist zumindest in den nächsten Tagen wohl öfter der Regenschirm als der Sonnenschirm angesagt: Die Wetterprognosen für diese Woche sind laut Jörg Deuber nicht die besten. Der Mitarbeiter des Deutschen Wetterdienstes, der unter anderem die Wetterstation am Emder Flugplatz betreut, sagt eine Regenwahrscheinlichkeit für das Stadtzentrum bis einschließlich Freitag von etwa 90 Prozent voraus.
Gute Laune zum Auftakt
Der guten Laune aller Beteiligten tat das zum Start der Strandbar keinen Abbruch. Denn das Motto „Life is better at the Delft“ – zu deutsch: „Es lebt sich besser am Delft“ – gilt auch bei bedecktem Himmel. Die städtische Tochtergesellschaft Wirtschaftsförderung & Stadtmarketing als Ideengeberin und die AG Ems als Betreiberin der Strandbar haben dafür in den vergangenen Wochen alle Voraussetzungen geschaffen.
Sie ließen eine etwa 30 Zentimeter hohe Schicht aus feinem Sand auftragen, stellten Palmen, Sonnenschirme, Tische und Stühle auf und sorgten für die passende Deko. Die Lounge-Möbel aus Europaletten fertigten Mitarbeiter des Arbeitskreises für historischen Schiffbau in Ostfriesland eigens an.
Cocktail heißt „Delftbrise“
Für die Bewirtung der Gäste sind „Barchef“ Alex Nanfade von Ohr und dessen Team zuständig. Er ist Inhaber des „Mojito“ in Emden, das für gute Cocktails bekannt ist. Sein besonderer Tipp für die Gäste ist die „Delftbrise“, ein Cocktail aus Wodka, Limettensaft, Zitronenlimonade und Blue Curaçao, der dem Mixgetränk „Blaue Lagune“ ähnelt. Neben Nanfade von Ohr brachte sich auch Jens Friesenborg, Chef des Cafés Einstein, als Ideengeber mit in das Konzept ein.
Das hat in Emden noch gefehlt
Sie hat gemeinsam mit ihrer Kollegin Imke Haßheider maßgeblich das Konzept für den Beach-Club entwickelt. „Es ist genau das, was in Emden gefehlt hat“, sagte Haßheider. Die Motivation bei allen Beteiligten sei hoch gewesen: „Wenn in Emden etwas Neues passiert, haben alle richtig Lust darauf.“
Es ist ein Versuchsballon
Der „Delftstrand“ ist zunächst ein Versuch, den mitten in der Stadt gelegenen Ratsdelft zu beleben und damit auch touristisch aufzuwerten. Das ist auch ein Anliegen von Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos). Er gab auch den Anstoß für das Experiment, das allerdings erst kurz vor dem Ende des Sommers umgesetzt wurde. „Unser Ziel ist eine längerfristige Perspektive“, sagte der zuständige Fachbereichsleiter der Stadt, Rainer Kinzel, unserer Zeitung anlässlich der Eröffnung. Das heißt: Falls der „Delftstrand“ zum Erfolg wird, könnte es ein solches Angebot in den kommenden Jahren den ganzen Sommer über geben.
Jessica Schöne und ihrer Schwester Sarah Schöne würde das vermutlich freuen. Die beiden 29 und 22 Jahre alten Frauen aus Emden gehörten zu den ersten Gästen der Strandbar und hatten schon vor der Eröffnung am Eingang darauf gewartet, dass sie hinein können. „Wir waren ganz neugierig und freuen uns, dass es auch mal etwas für die Jüngeren gibt“, sagten sie unserer Zeitung. Ihre Regenschirme hatten sie übrigens zu Hause gelassen.
Geöffnet ist die Strandbar bis zum 26. September montags bis donnerstags und sonntags jeweils von 12 bis 21 Uhr sowie freitags und sonnabends jeweils von 12 bis 22 Uhr.