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Emden bekommt neuen Bubble-Tea-Laden

Claus Arne Hock
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Von Claus Arne Hock
| 18.08.2021 15:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Tri Uy Vu Nguyen (MItte) mit den Mitarbeitern Ralf David Hoang (von links) und Hoang Viet Tran im neuen Bubble-Tea-Laden in der Nähe des Delfts. Foto: Hock
Tri Uy Vu Nguyen (MItte) mit den Mitarbeitern Ralf David Hoang (von links) und Hoang Viet Tran im neuen Bubble-Tea-Laden in der Nähe des Delfts. Foto: Hock
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In der Nähe der Tourist-Information in Emden gibt es ein neues Geschäft. Verkauft werden hier Erfrischungsgetränke auf Tee-Basis, sogenannter Bubble-Tea.

Was und warum

Darum geht es: Bubble-Tea erlebt in Deutschland gerade einen neuen Aufschwung.

Vor allem interessant für: Diejenigen, die gerne (süße) Erfrischungsgetränke trinken; diejenigen, die sich für die Entwicklung der Emder Innenstadt interessieren

Deshalb berichten wir: Uns war der neue Laden aufgefallen.

Den Autoren erreichen Sie unter: c.hock@zgo.de

Emden - Die Emder Innenstadt ist um ein weiteres Geschäft reicher. Am Alten Markt, gegenüber der Tourist-Information, eröffnete am vergangenen Wochenende „An‘s Tea House“. Angeboten werden verschiedene sogenannte Bubble-Teas.

Bubble-Tea ist ursprünglich ein taiwanesisches Getränk, welches mit grünem oder schwarzm Tee zubereitet wird. In den Bechern finden sich oft Kügelchen aus Alginat, die wiederum eine flüssige Füllung haben und beim Zerbeißen platzen. Diese Kügelchen haben dem Getränk zu seinem Namen verholfen, Bubble lässt sich mit „Blase“ übersetzen. Der Tea wird häufig mit Milch und Fruchtsirup versetzt.

Vor allem bei Kindern und Jugendlichen beliebt

Betrieben wird der Laden von Tri Uy Vu Nguyen und seiner Frau Thi Hoa Hien Hoang, beide 41 Jahre alt. Die beiden Emder haben außerdem ein Nagelstudio. „Ein Bubble-Tea-Laden hat in Emden noch gefehlt, so Nguyen. Daher hätten sie sich entschieden, die Marke „An‘s Tea House“ in die Seehafenstadt zu holen. Die Firma sitzt eigentlich in Berlin, hat über Franchise-Nehmer aber Niederlassungen in ganz Deutschland.

„Emden ist eine Touristenstadt“, benennt Nguyen im Gespräch mit unserer Zeitung eine Zielgruppe für das neue Angebot. Aber auch Kinder und Jugendliche würden das taiwanesische, meist süße Erfrischungsgetränk gerne trinken. Durch die Studierenden der Hochschule Emden/Leer erhoffen sich die Betreiber weitere Gäste.

Vor allem bei Jugendlichen beliebt

Bubble-Tea als Getränk ist in Deutschland an sich keine Neuheit. Schon 2010 schwappte eine wahre Bubble-Tea-Welle über Deutschland hinweg. In unzähligen Städten eröffneten entsprechende Läden, auch damals war das Getränk vor allem bei Teenagern beliebt. Für ein abruptes Ende der Beliebtheit sorgte eine Studie, nach der in den Kügelchen krebserregende Stoffe enthalten sein sollten. Diese wurde rund ein Jahr nach ihrem Aufkommen wiederlegt – aber der Schaden für die Branche blieb.

Doch jetzt scheint es so, dass Bubble-Tea-Läden wiederkommen. Wirtschaftsexperten prognostizieren weltweit ein deutliches Wachstum der Bubble-Tea-Branche. Wie es zu der neuen Beliebtheit gekommen ist, ist unklar. Vermutet wird unter anderem, dass die Smartphone-Anwendung „Tiktok“ hier eine Rolle spielt. Der oft bunte Bubble-Tea erfreut sich als Bestandteil der Videos auf der Plattform großer Beliebtheit.

Emder Innenstadt im Wandel

Und auch in Emden scheinen Nguyen und Hoang eine Marktlücke entdeckt zu haben. In den vergangenen Tagen bildeten sich immer wieder lange Schlangen vor dem kleinen Geschäft am Alten Markt. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Nguyen über die Tage seit dem Geschäftsstart am vergangenen Sonntag.

Der Bubble-Tea-Laden reiht sich ein in verschiedene Veränderungen, die es in der Emder Innenstadt in den vergangenen Monaten gegeben hat oder die es noch geben soll. Die Zahl an leer stehenden Ladenräumen bleibt dennoch unübersehbar. Seit längerer Zeit schon leer stehen zum Beispiel die Geschäftsräume an der Fußgängerzone Zwischen Beiden Märkten, in der die Ostfriesische Beschäftigungs- und Wohnstätten GmbH (OBW) zuletzt ihren Laden „Middenmang“ mit Deko-Artikeln, Wohnaccessoires und Spezialitäten aus eigener Produktion betrieben hatte. Hier gebe es aber Interessenten, hieß es Anfang des Monats auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Neutor-Arkaden, in denen unter anderem die Drogerie Müller einziehen wird, näher sich unterdessen dem Bauschluss.

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